Leute NBC zahlt Talker O'Brien 32 Millionen Dollar

New York. Der heftige Streit um die amerikanischen NBC-Talkshows ist beendet. Der Sender hat nach Angaben des «Wall Street Journals» Talkmaster Conan O'Brien 32 Millionen Dollar (22 Millionen Euro) angeboten, wenn er zu Gunsten seines Kollegen Jay Leno auf seinen Sendeplatz verzichtet.
21.01.2010, 17:30
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New York. Der heftige Streit um die amerikanischen NBC-Talkshows ist beendet. Der Sender hat nach Angaben des «Wall Street Journals» Talkmaster Conan O'Brien 32 Millionen Dollar (22 Millionen Euro) angeboten, wenn er zu Gunsten seines Kollegen Jay Leno auf seinen Sendeplatz verzichtet.

O'Brien habe in der Nacht angenommen und unterschrieben, meldet das Blatt. Er werde NBC verlassen. Seine Mitarbeiter seien mit insgesamt zwölf Millionen Dollar abgefunden worden. Der Vertrag soll zugleich eine Klausel enthalten, nach der O'Brien nicht gleich mit einer ähnlichen Show bei der Konkurrenz auf Sendung gehen kann.

Der 46-Jährige hatte den begehrten Sendeplatz von Leno übernommen. Leno wiederum hatte 1993 den legendären Johnny Carson mit seiner «Tonight Show» abgelöst und war zum erfolgreichsten Talkmaster neben David Letterman aufgestiegen. Ende Mai hatte er den traditionellen Sendeplatz um 23.35 Uhr geräumt und für O'Brien freigemacht, weil der 59-Jährige eine Show zur besten Sendezeit um 22 Uhr etablieren wollte.

Doch die Quoten waren schlecht und die NBC-Sender kritisierten, dass ihnen die Sendung die Zuschauer für das anschließende Nachrichtenjournal nehme. NBC wollte Leno an seinem alten Sendeplatz sehen und O'Brien wieder nach hinten schieben. Dessen Weigerung hatte zu einem wochenlangen Streit geführt, der Stoff für die Medienseiten der Zeitungen gab - und nicht zuletzt für die bissigen Kommentare der Talkmaster.

«Mister O'Brien will so schnell wie möglich wieder auf Sendung gehen», zitiert die Zeitung dessen Agenten Gavin Polone. Der Konkurrenzsender ABC vermutet, dass O'Brien schon am Freitag seine letzte Show bei NBC haben werde. Eingeladen seien die Schauspieler Tom Hanks und Will Ferrell - die selben Gäste, die er in seiner ersten «Tonight Show» im Juni hatte. Zudem würden keine Eintrittskarten mehr für die nächste Woche verkauft. Und außerdem hatte der 46-Jährige am Dienstag in seiner Show gefrotzelt, er sei «nur drei Tage entfernt vom größten Trinkgelage der Geschichte». (dpa)

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