Messe diesen Sonntag geöffnet

Neue Ideen der Spieleerfinder

Göttingen. Rund 200 Spieleerfinder aus dem In- und Ausland haben an diesem Wochenende in Göttingen ihre neuen Ideen präsentiert. Die Teilnehmer kamen nach Informationen der Göttinger Stadtverwaltung unter anderem aus England, Frankreich, Italien, der Schweiz, Österreich, Holland, Belgien, Luxemburg, Polen sowie den baltischen und skandinavischen Staaten.
05.06.2016, 00:00
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Göttingen. Rund 200 Spieleerfinder aus dem In- und Ausland haben an diesem Wochenende in Göttingen ihre neuen Ideen präsentiert. Die Teilnehmer kamen nach Informationen der Göttinger Stadtverwaltung unter anderem aus England, Frankreich, Italien, der Schweiz, Österreich, Holland, Belgien, Luxemburg, Polen sowie den baltischen und skandinavischen Staaten. Gezeigt wurden bei dem Treffen etwa 300 Neuheiten. Auch zahlreiche Spielverlage kamen in die Universitätsstadt.

Der Gründer der Spielemesse, Reinhold Wittig, griff bei seiner Spielidee ein psychologisches Thema auf: Für sein Spiel „Burnout“ entwickelte er besondere Wippen, mit denen der Stress in Beruf, Schule oder Studium zwischen Mobbing und Überlastung getestet werden kann. Der Dortmunder ­Rocky Bogdanski tüftelte das Würfelspiel „Tohuwabohu“ aus, bei dem drei bis sechs Indianerstämme um den Häuptlingsposten in der „Nacht der Federn“ kämpfen. An diesem Sonntag öffnet das Treffen seine Tore für das Publikum, das einige Spiele testen und teilweise auch kaufen kann.

Das Spieleautoren-Treffen gilt als die bundesweit größte Veranstaltung dieser Art. Alle wichtigen Auszeichnungen für Spieleerfinder werden dort verliehen. Darunter ist auch der von der Jury „Spiel des Jahres“ ausgeschriebene und mit 3000 Euro dotierte „Förderpreis für junge Autoren“, der diesen Sonntag vergeben wird.

Der mit 1000 Euro dotierte Göttinger „Inno-Spatz“ ging am Sonnabend an die Europäische Spielesammler Gilde, zu der sich Privatpersonen und Institutionen wie das Deutsche Spielearchiv in Nürnberg oder das Deutsche Spielemuseum in Chemnitz zusammengeschlossen haben. Sie wollen Spiel­ideen sammeln und bewahren und so das Gesellschaftsspiel als Kulturgut erhalten.

Brett- und Kartenspiele sind in Deutschland so beliebt wie lange nicht mehr. Der Verein Spieleverlage meldete für 2015 einen Umsatzzuwachs von 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einen besonderen Anteil haben dabei Kinderspiele mit einem Plus von mehr als 20 Prozent und klassische Familienspiele, die um 17,8 Prozent wuchsen. Pro Jahr kommen in der Bundesrepublik rund 500 neue Gesellschaftsspiele auf den Markt.

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