Deutscher Museumsbund Wiebke Ahrndt zur Präsidentin gewählt

Der Deutsche Museumsbund hat eine neue Präsidentin: die Direktorin des Bremer Überseemuseums Wiebke Ahrndt. Nach der Wahl erklärte sie, wofür sie sich einsetzen will.
11.05.2022, 11:54
Lesedauer: 1 Min
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Wiebke Ahrndt zur Präsidentin gewählt
Von Simon Wilke

Wiebke Ahrndt, Direktorin des Übersee-Museums, ist die neue Präsidentin des Deutschen Museumsbundes. Wie der Verband mitteilt, wurde sie am Dienstagabend auf der Mitgliederversammlung zur Nachfolgerin des bisherigen Präsidenten Eckart Köhne gewählt. Damit folgten die Mitglieder dem Vorschlag Köhnes (wir berichteten). Ahrndt ist für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt.

"Als neue Präsidentin möchte ich zukunftsrelevante Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung weiter vorantreiben", erklärte Ahrndt. Außerdem lägen ihr die Aufarbeitung der Kolonialzeit und der ethisch korrekte Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten am Herzen. Vor der Wahl hatten Mitglieder und Experten unter dem Titel „Das attraktivere Museum“ über die Anziehungskraft und Relevanz von Museen diskutiert.

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Die promovierte Amerikanistin Wiebke Ahrndt ist seit 2002 Direktorin des Übersee-Museums. Im Museumsbund ist sie seit 2010 engagiert, von 2011 bis 2018 war sie dessen Vizepräsidentin. In den vergangenen Jahren hat sie sich einen Namen gemacht durch ihre Arbeit zum Umgang mit kolonialen Sammlungsgütern. Federführend war sie bei der Erstellung eines entsprechenden Leitfadens. Von 2019 bis 2021 leitete sie zudem die Arbeitsgruppe „Umgang mit menschlichen Überresten in deutschen Museen und Sammlungen“. Das Übersee-Museum hat bereits mehrere Male menschliche Überreste an Herkunftsgesellschaften zurückgegeben.

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