Der Bremer Norden: Ulf Fiedler hat ein neues Buch über die Stadtteile Vegesack, Blumenthal und Burglesum geschrieben Rundumschlag auf 184 Seiten

Bremen-Nord. Ein Anruf hatte den Ausschlag gegeben. Welche Bücher über Bremen-Nord denn im Programm seien, wurde Verleger Klaus Kellner einmal gefragt.
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Von Ulf Buschmann

Ein Anruf hatte den Ausschlag gegeben. Welche Bücher über Bremen-Nord denn im Programm seien, wurde Verleger Klaus Kellner einmal gefragt. Da ging ihm auf, dass sein gleichnamiger Verlag nichts dergleichen vorzuweisen hatte. Das ist ab sofort anders, und dafür hat der Autor Ulf Fiedler gesorgt. „Der Bremer Norden – Leben und Arbeiten an Weser und Lesum“ heißt das 184 Seiten starke Buch, das Klaus Kellner und die drei Ortsamtsleiter gestern der Öffentlichkeit vorstellten.

Einen umfassenden Überblick über Bremen-Nord zu vermitteln, das sei der Anspruch des Buches, betonten Fiedler, Kellner und die Ortsamtsleiter. Fiedler schlägt den großen Bogen von der Geschichte über die Wirtschaft bis hin zur Politik. Als Zielgruppe hat er Touristen, Schulklassen und Investoren im Blick.

„Es ist eine Kombination von Sachbuch und Erzählbuch“, sagte Ulf Fiedler gestern. Die Abteilung Belletristik kommt in Form einer fiktiven Kutschfahrt von Baron Friedrich Knoop zu ihrem Recht. Der Adelige macht sich auf und sucht nach Typischem und Einzigartigem in den drei Stadtteilen. Dabei würden die Probleme nicht unterschlagen, betonte der Autor. So trifft Knoop zum Beispiel auf einen ehemaligen Vulkanesen, der die Tauben füttere, weil ihm sein alter Arbeitsplatz vor nunmehr fast 20 Jahren abhandengekommen ist. Mit aktuellen Karten und Seitenverweisen soll „Der Bremer Norden“ überdies als Sachbuch taugen. Hierzu liefert Fiedler zahlreiche Informationen, der Leser landet schnell bei Sehenswürdigkeiten und bei wichtigen Unternehmen, die im Stadtbezirk angesiedelt sind.

In diesem Zusammenhang ließ Fiedler wissen, dass selbst er als alteingesessener Nordbremer auf Dinge gestoßen sei, die ihm bislang in dieser Form nicht bekannt gewesen seien. Als Beispiel nannte der Autor die Bedeutung der Unternehmen Gleistein Ropes, Kuka und Thyssen-Krupp (ehemals Krause) für den internationalen Markt: „Wir haben einige Global Player.“ Auch die Dimensionen, die Großunternehmen wie die Bremer Woll-Kämmerei und der Bremer Vulkan einst hatten, seien ihm bei der Recherche wieder ins Bewusstsein gekommen.

Auf der historischen Seite sei Fiedler dem Mythos entgegengetreten, die Entstehung Bremen-Nords sei den Nationalsozialisten zu verdanken. Sie hätten die Entwicklung mit der Eingemeindung der preußischen Umlandgemeinden lediglich „fortgeschrieben“. Fiedler erinnerte daran, dass die Region für Bremen „schon immer ein wichtiges Gut“ gewesen sei. Die Hansestadt habe über 300 Jahre lang Besitzungen und entsprechende Rechte bis nach Neuenkirchen gehabt.

Verkauft werden soll „Der Bremer Norden“ nicht nur vor Ort, sondern auch in der Stadt, wie Verleger Klaus Kellner sagte: „Im Buch sind Informationen enthalten, die alle Bremer interessieren.“ Kellner ist zuversichtlich, dass sich die Auflage von 5000 Exemplaren gut verkaufen werde.

Eine Lesung gibt es am Dienstag, 29. Oktober, 20 Uhr, in der Buchhandlung Otto und Sohn in der Breiten Straße. „Der Bremer Norden – Leben und Arbeiten an Weser und Lesum“ hat 184 Seiten und kostet 14,90 Euro.

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