Münster

Schaltkästen als Kunstobjekte

Münster. Sie werden besprüht und mit Werbeplakaten beklebt – meist aber überhaupt nicht beachtet: graue Schaltkästen. Der Installationskünstler Tobias Rehberger hat sie in Münster zu Kunstobjekten umgestaltet.
31.05.2014, 00:00
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Sie werden besprüht und mit Werbeplakaten beklebt – meist aber überhaupt nicht beachtet: graue Schaltkästen. Der Installationskünstler Tobias Rehberger hat sie in Münster zu Kunstobjekten umgestaltet. Am Sonntag wird das Projekt „The moon in alabama“ eröffnet. Die elf Kunstwerke, jedes mit anderen Formen und Farben, fügen sich ins Stadtbild ein, als gehörten sie schon immer dazu. Das schwerste wiegt fast eine Tonne. Die Schaltkasten-Kunst ähnelt Rohrsystemen in Fabriken oder Schaltkreisen in der Elektronik. Und sitzen können die Münsteraner auch darauf. Die elf Projekte tragen Namen aus aller Welt. Dabei sind Lampertswalde in Sachsen, Alabama, Kyoto, Jökulsárlón, Taormina, Tschernobyl, Ibiza, Baku, Jericho, Wanne-Eickel und Goa. Der Clou: Geht in einem dieser Orte der Mond auf, leuchtet auch eine runde Lampe auf, die über jedem der Schaltkasten-Projekte angebracht und im Innern mit Leuchtdioden ausgestattet ist. Der Reiz an dem Projekt sei für ihn gewesen, diese blinden Flecken der Stadtoptik ins Gegenteil zu verkehren, so Rehberger.

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