Wenn Menschen Kategorien bilden Schubladendenken birgt neben Vorteilen auch einige Risiken

Das Schubladendenken erleichtert Entscheidungen, birgt aber auch Gefahren. Dies zeigt sich zum Beispiel dann, wenn vorschnelle Urteile über Menschen gefällt werden.
22.02.2022, 00:00
Lesedauer: 6 Min
Zur Merkliste
Schubladendenken birgt neben Vorteilen auch einige Risiken
Von Jürgen Wendler

Die Welt hat nicht nur viele Facetten, die häufig auf äußerst vielschichtige Weise miteinander verknüpft sind, sondern verändert sich zudem ständig. Dass sich Menschen dennoch einen Weg durchs Leben bahnen können, verdanken sie nicht zuletzt der Praxis, alles, was ihnen begegnet, einzuteilen. Manches wird als nützlich eingestuft, anderes als schädlich oder gefährlich, manches als richtig, anderes als falsch, manche Zeitgenossen als gut, andere als böse, manche als Freunde, andere als Feinde. Kurz gesagt: Menschen bilden Kategorien und packen bildlich gesprochen in Schubladen. Diese erleichtern die Orientierung, bergen aber auch große Gefahren, wie derzeit die Auseinandersetzungen um die Coronamaßnahmen, die sogar manche Familien spalten, auf besonders eindrucksvolle Weise zeigen. Wo Kategorien wie Schafe, Schwurbler, Coronaleugner oder Impfverweigerer das Denken und die Sprache beherrschen, verschwindet mit dem gegenseitigen Respekt zugleich die Grundlage sachgerechter Erörterungen und Lösungen. In der wissenschaftlichen Literatur finden sich sowohl für den Nutzen als auch für die Gefahren des Schubladendenkens zahlreiche Beispiele.

Alles lesen mit

1 Monat für
0,00 €

JETZT BESTELLEN

danach 8,90 € / Monat
monatlich kündbar

Nur diese Woche

3 Monate für
8,90 €

ANGEBOT SICHERN

50% sparen
monatlich kündbar

Integer tincidunt. Cras dapibus. Vivamus elementum semper nisi. In enim justo, rhoncus ut, imperdiet a, venenatis vitae, justo. Nullam dictum felis eu pede mollis pretium.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren