60 Twistringer Wallfahrer pilgern acht Kilometer von Westbevern nach Telgte und zurück

Singend und betend durch den Wald

Twistringen. Wallfahrer sind Frühaufsteher. Bereits um 6 Uhr trafen sich gut 60 Wallfahrer in der Twistringer St.
08.10.2017, 00:00
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Von FR
Singend und betend durch den Wald

60 Wallfahrer aus Twistringen machten sich über Westbevern auf den Weg nach Telgte.

Twistringen. Wallfahrer sind Frühaufsteher. Bereits um 6 Uhr trafen sich gut 60 Wallfahrer in der Twistringer St.-Anna-Kirche, um dort in einer kurzen Morgenandacht mit Pastor Manfred Beuke (Pastor im Ruhestand, jetzt wieder hier in seiner Heimatgemeinde Twistringen) den lieben Gott, die Gottesmutter und den Tag zu begrüßen, um einen guten Wallfahrtsverlauf zu bitten und den Reisesegen zu empfangen.

Anschließend ging es mit dem Bus nach Westbevern, wo ein sehr schöner Gottesdienst zuzsammen mit dem früheren Twistringer Kaplan Bernhard Stecker (heute Pastor in Haste) gefeiert wurde, der auf die anschließende Fußwallfahrt nach Telgte einstimmte.

Bevor es jedoch nach dem Gottesdienst zu Fuß nach Telgte ging, gab es eine ausgiebige Stärkung im Gemeindehaus von Westbevern, wo Frau Knappmann und einige Jugendliche ein wunderschönes Frühstück zur Stärkung der Wallfahrer vorbereitet hatten – „ganz lieben Dank für diesen tatkräftigen Einsatz“, äußerten die Wallfahrer. So gestärkt gingen diese dann singend und betend die etwa acht Kilometer lange Strecke durch Wald und Flur von Westbevern nach Telgte, immer mal wieder unterbrochen von kleinen Gebetspausen an Wegekreuzen. In Telgte kamen die Wallfahrer dann schließlich gegen Mittag in der Gnadenkapelle mit der schmerzhaften Mutter Gottes an und hielten dort wiederum eine kleine Andacht ab.

Der Gesang in den Andachten, beim Gottesdienst und auch unterwegs wurde freundlicherweise wieder von einer kleinen Abordnung des Blasorchesters musikalisch begleitet, zu der – wie auch schon in den Vorjahren – Johannes Fieweger, Manfred Bruns, Elke Hammann und Martin Lammers gehörten. Sie halfen sehr dabei, immer wieder den richtigen Ton zu finden, und begleiteten alles sehr harmonisch. Besonders wurde bei dieser Wallfahrt unter dem Motto „Gottes Wort lweben“ auch aller kranker Menschen gedacht, wobei auch Pastor Arnold Kuiter besondere Erwähnung fand, der gerne mitgepilgert wäre, jedoch leider krankheitsbedingt ausgefallen war.

Nach der Andacht in der Gnadenkapelle gab es zunächst eine kleine Mittagspause in Telgte, bevor man sich dann wieder zum gemeinsamen Kreuzweggebet im Park an der Ems traf, wo die Kreuzwegstationen lebensgroß nachgebildet sind. Anschließend ging es von der Telgter Pfarrkirche aus wieder zu Fuß zurück nach Westbevern. Auch der Rückweg wurde wieder singend und betend bewältigt.

Der liebe Gott hatte ein Einsehen mit den Pilgern, das Pilgerwetter vor Ort gestaltete sich relativ trocken, nur wenige kurze Regenschauer waren zu überstehen. Das Pilgerwetter war wesentlich angenehmer als man es hätte erwarten dürfen oder auch als es zur gleichen Zeit zu Hause in Twistringen vorherrschte.

Schön war auch wieder, dass Konrad Hammann und einige Malteser im Gemeindebulli die Pilgergruppe verfolgten, sodass erschöpfte und fußkranke Pilger jederzeit zusteigen konnten. Nachdem dann also der Pilgerrückweg die Wallfahrer wieder in Westbevern ankommen ließ, ging es von dort aus mit dem Bus zurück nach Twistringen. Dort empfing gegen 20.30 Uhr wieder Pastor Manfred Beuke die Gruppe zur Schlussandacht mit sakramentalem Segen, der einen schönen Schlusspunkt hinter diesen erfüllten Wallfahrtstag setzte. Die Organisatoren um Gerhard Rickers waren allesamt gleichermaßen erschöpft, aber auch zufrieden, dass alles wieder so gut verlaufen war. Zum Abschluss hieß es: Herzlichen Dank allen Mithelfern und auf ein Neues im nächsten Jahr.

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