Krimi-Kritik Das erwartet Sie beim Münsteraner Tatort

Ein Burgherr schwimmt tot in seinem Burggraben und trägt dabei eine Ritterrüstung. Unfall oder kein Unfall? Das muss das Münsteraner „Tatort“-Team Boerne und Thiel in „Es lebe der König!“ herausfinden.
13.12.2020, 11:04
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Das erwartet Sie beim Münsteraner Tatort
Von Alexandra Knief

Davon, dass Boerne (Jan Josef Liefers) erst kürzlich in „Limbus“ knapp dem Tod entkommen ist, ist im neuesten „Tatort“ aus Münster, „Es lebe der König!“ (Sonntag, 20.15 Uhr, ARD), nichts mehr zu spüren. Er und Thiel (Axel Prahl) sind schon wieder mit dem nächsten Fall beschäftigt: Manfred Radtke, Besitzer der Burg „Haus Lüdecke“ wird tot in seinem Burggraben gefunden. Ein Unfall? Wahrscheinlich nicht. Denn dank Boernes und Thiels fachmännischer Recherche hätte Radtke die Ritterrüstung, die er bei seinem Tod trug, nicht allein anziehen können. Familie Radtke war noch nicht lange in Besitz der Burg. Sie plante, hier bald Mittelalterspiele rund um die Geschichte des Wiedertäufers zu Münster zu veranstalten. Für Radtkes Tochter Claudia (Sandra Borgmann) scheint das Schlimmste am Tod ihres Vaters zu sein, dass er die geplanten Feierlichkeiten gefährdet. Und auch Sohn Tobias (Marek Harloff) und Ehefrau Farnaz (Violetta Schurawlow) verhalten sich merkwürdig. So ist dieser „Tatort“ eine typische „Whodunit“-Episode (Buch: Benjamin Hessler; Regie: Buket Alakus), die allerdings weitaus mehr Fragen aufwirft, als die nach dem Täter.

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Wie immer sind es die Charaktere, die den „Tatort“ aus Münster zu einer sehenswerten Sonntagabendunterhaltung machen. Wenn Boerne in einer Ritterrüstung zu Michael Jacksons „Bad“ tanzt, dann ist das zwar unfassbar albern – witzig ist es trotzdem.

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