Europa-Chor-Akademie stellt Jahresprogramm vor / Uraufführung der „Ode an die Nacht“

Unverändert hohe Ambitionen

Bremen. Eine ambitionierte Uraufführung steht im Mittelpunkt des neuen Programms der Europa-Chor-Akademie Bremen. Wie Joshard Daus, Leiter des preisgekrönten Chors, in dem Laien und Profis gemeinsam singen, gestern ankündigte, wird die Akademie am 31.
20.02.2015, 00:00
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Unverändert hohe Ambitionen
Von Iris Hetscher

Eine ambitionierte Uraufführung steht im Mittelpunkt des neuen Programms der Europa-Chor-Akademie Bremen. Wie Joshard Daus, Leiter des preisgekrönten Chors, in dem Laien und Profis gemeinsam singen, gestern ankündigte, wird die Akademie am 31. Mai die „Ode an die Nacht“ des zeitgenössischen Komponisten Harald Weiss als Auftragswerk in der Glocke aufführen, am 28. Mai ist sie bereits im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus in Vegesack zu hören.

Weiss hat satte 15 Jahren an dem Werk gearbeitet und sich dafür von unterschiedlichen Einflüssen inspirieren lassen. Eingestreut werden Texte von Ovid, Hölderlin oder der Hopi-Indianer, doch auch Alltagserfahrungen habe er verarbeitet, erklärte Weiss. Musikalisch möchte der Komponist einen Mittelweg finden zwischen der intellektuell verorteten zeitgenössischen klassischen Musik auf der einen und den für flüchtige Momente geschriebenen Popklängen auf der anderen Seite. Das klingt nach einem dicken Brett, das da gebohrt werden soll; das ist Weiss bewusst. Er legt noch eins drauf: „Ich möchte die Urkraft von Musik spürbar machen.“ Auf diese Erfahrung darf man gespannt sein, doch auch die anderen Programmpunkte, die die Europa-Chor-Akademie sich für 2015 vorgenommen hat, zeugen wie üblich von hohen Ansprüchen. Bereits am 13. März führt der Chor im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus Händels Oratorium „Messias“ auf – unterstützt von dem der Akademie angegliederten Brahms-Chor, der ausschließlich aus Laien besteht. Für das Heinemann-Haus hat Daus viel Lob parat: „Ein Kleinod, das akustisch mit der Glocke vergleichbar ist.“ Nach einem Ausflug in die Hamburger Laeiz-Halle mit der 2. Sinfonie von Gustav Mahler am 9. April und der erwähnten Uraufführung Ende Mai geht es im Herbst mit dem „Paulus“-Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy in der Glocke weiter. Ein Projekt, das die chorpädagogische Arbeit der Akademie spiegelt, sind die „Chorfantasien“ – ein Benefizkonzert für den Förderverein des Neurologischen Reha-Zentrums Friedehorst am 15. Oktober im Bürgerhaus Vegesack. Bekannte Filmmusiken, beispielsweise aus „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ oder „Alice im Wunderland“ sind eigens für dieses Konzert für Chor und Kinderchor arrangiert worden, die Mädchen und Jungen aus der Reha-Einrichtung werden einbezogen.

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