Vegesack

Vegesack Marketing will Schmuddelecken beseitigen

Vegesack. Draußen vor dem Stadthaus bauen Arbeiter gerade die Eisbahn auf, drinnen im Saal zurren die Mitglieder des Vereins Vegesack Marketing am Dienstagabend den Veranstaltungs- und den Wirtschaftsplan für das kommende Jahr fest.
21.11.2013, 00:00
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Von Volker Kölling
Vegesack Marketing will Schmuddelecken beseitigen

Wolfgang Helms.

Jürgen Theiner

Draußen vor dem Stadthaus bauen Arbeiter gerade die Eisbahn auf, drinnen im Saal zurren die Mitglieder des Vereins Vegesack Marketing am Dienstagabend den Veranstaltungs- und den Wirtschaftsplan für das kommende Jahr fest.

In der Runde der Kaufleute und Vegesack-Aktivisten ist man zufrieden mit dem Stand der vor drei Jahren begonnenen Neuorganisation des Stadtmarketings. Sorgen machen sich einige allerdings über die Entwicklung des Einzelhandels im Mittelzentrum.

Am kommenden Montag startet um 17 Uhr der Vegesacker Winterspaß mit der Show „Weihnachtswünsche“ auf der Eislaufbahn auf dem Sedanplatz. Seit Dienstag ist es beschlossene Sache, dass es auch zum Jahreswechsel 2014/2015 wieder einen Winterspaß geben wird, und zwar vom 24. November bis zum 4. Januar. Und noch ein paar Termine stehen schon fest: Hökermarkt ist am 2. März. Das Wochenende vom 28. auf den 29. März ist für die Wiederholung der touristischen Lockaktion „Anker werfen im Heimathafen“ reserviert, bei der Bremer eingeladen werden, nach einer Kulturveranstaltung doch einfach mal in Vegesack zu übernachten.

Am 19. April soll es eine Osteraktion mit der Truppe „Stelzenart“ geben. Der 4. Mai ist ein verkaufsoffener Sonntag. Vom 11. bis zum 13. Mai soll sich Vegesack mit einem Sightseeingprogramm den internationalen Reiseeinkäufern des Germany Travel Mart (GTM) präsentieren. Die Pappboot-Regatta des MTV Nautilus ist für den 17. Mai gebucht. Eine Neuauflage erlebt am 14. Juni auch die „Strandlust Oldtimer Classic“.

Das Vegefest wird nach den Worten von Geschäftsführer Wolfgang Helms am 4. und 5. Oktober 2014 in der Art der Veranstaltung 2013 wiederholt: „Wir haben die Gruppen direkt in der Fußgängerzone spielen lassen. Das wurde von den Menschen begeistert aufgenommen. Wo immer gespielt wurde, waren die Künstler sofort dicht umlagert.“ Der Vereinsvorsitzende Werner Pohlmann vom Modehaus Leffers hat allerdings auch negative Beobachtungen gemacht: „Da war die Fußgängerzone am Sonnabend gerammelt voll von Leuten, und doch haben einige Ladeninhaber um 13, 14 oder 15 Uhr ihre Geschäfte abgeschlossen.“ So etwas dürfe es nicht geben, meint Pohlmann.

Wolfgang Helms brachte dann per Beamer einige Bilder von Zuständen an die Wand, die es eigentlich nicht geben sollte: Dreckecken etwa am alten Speicher oder am Sedanplatz und fast unleserliche und mit Grünspan überzogene Straßenschilder. Die Aktion „SOS – Sauberkeit, Ordnung, Stadtentwicklung“ soll hier gegensteuern helfen. Helms: „Wir haben versucht, alle Akteure in Verantwortung zusammenzubekommen.“ Aber es seien einfach zu viele, um das vernünftig koordinieren zu können. Deshalb wolle man nun mit einem Etat von zunächst 15000 Euro selbst aktiv werden.

Dieser Etat ist der einzige neue Posten im Wirtschaftsplan 2014. Der Plan geht von einem erneuten städtischen Zuschuss in Höhe von 201000 Euro und eigenen Beiträgen in Höhe von 46000 Euro aus. Das Wirtschaftsressort steuert 40000 Euro für das Marketing bei – statt 70000 Euro wie zuletzt. Für die Bewerbung der Maritimen Meile sind als Zuschuss Einnahmen in Höhe von 25000 Euro eingeplant. Insgesamt bewegt der Wirtschaftsplan 488000 Euro, 29000 Euro weniger als im laufenden Jahr.

Sichtbar werden Einsparungen beim Festival Maritim, das jetzt mit Kosten von 98000 Euro angesetzt ist. Das sind 70000 Euro weniger als bei der Ausgabe 2013. Trotzdem sollen vom 1. bis 3. August wieder 35 Gruppen „Seamusic“ nach Vegesack bringen.

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