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Webvideopreis für das Bremer Y-Kollektiv

Jan Böhmermann, die Serie "Wishlist" und das Y-Kollektiv: Beim deutschen Webvideopreis in Düsseldorf war Bremen unter den Gewinnern gleich drei Mal vertreten. Und ein Preisträger kommt von umzu.
02.06.2017, 07:51
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Webvideopreis für das Bremer Y-Kollektiv

Der YouTuber Julien Bam hat drei Preise abgeräumt.

dpa

Jan Böhmermann, die Serie "Wishlist" und das Y-Kollektiv: Beim deutschen Webvideopreis in Düsseldorf war Bremen unter den Gewinnern gleich drei Mal vertreten. Und ein Preisträger kommt von umzu.

Das Bundesland Bremen scheint offenbar gut darin zu sein, Innovationen im Bereich Webvideos hervor zu bringen: Gleich drei Sieger des am Donnerstagabend in Düsseldorf verliehenen Webvideopreises kommen aus Bremen. Neben Fernsehliebling Jan Böhmermann gewannen das in Bremen ansässige Y-Kollektiv und die von Radio Bremen und dem öffentlich-rechtlichen Jugendangebot "Funk" produzierte Mystery-Serie "Wishlist".

Jan Böhmermann ist mit seiner Sendung Neo Magazin Royale in der Kategorie „Comedy“ für die virale Aktion unter dem Hashtag #everysecondcounts geehrt worden. Das Y-Kollektiv, das vor allem für investigative Web-Reportagen aus der subjektiven Sicht eines Reporters bekannt ist, gewann den Preis in der Kategorie bester "Newcomer". Das Y-Kollektiv hat seinen Sitz in der Bremer Neustadt in der Alten Schnapsfabrik und produziert im Auftrag von Radio Bremen für das Jugendangebot "funk".

Der dritte Bremer Export: Die Mystery-„Wishlist“. Sie gewann in der Kategorie „Best Video of the Year“. In der Serie, die im Auftrag des öffentlich-rechtlichen Jugendsenders funk und von Radio Bremen entsteht, geht es um eine App, die Wünsche erfüllt.

Veranstalter des Webvideopreises Deutschland ist seit 2011 die European Web Video Academy. Gefördert wird der Preis durch das Land NRW. Laut Veranstalterin handelt es sich um Europas größten Social-Media-Award. Vergeben wurde der Webvideopreis zum siebten Mal. Mit 25 Kategorien wurden in diesem Jahre so viele Preise vergeben wie noch nie.

Weitere Gewinner waren der YouTube-Star Julien Bam und die Komikerin Caroline Kebekus („Person of the Year Female“). Musik- und Videoproduzent Bam räumte gleich in drei Kategorien ab („Community“, „Interactive“, „Social Influencer“). 3,8 Millionen Nutzer haben den YouTube-Kanal des 28-Jährigen aus Aachen abonniert.

Felix von der Laden konnte die Jury zweimal für sich gewinnen („Vlog“ und „Person of the Year Male“). YouTuberin Melina Sophie erhielt die meisten Stimmen in der Kategorie „Opinion“. Der Videoblogger Fynn Kliemann aus Zeven, bekannt durch sein „Kliemannsland“, gewann den Preis in der Kategorie „Lifestyle“.

In der Kategorie „Music“ überzeugten Rezo und Marti Fischer alias „The Clavinover“, die bekannte Sänger und Musiker parodieren. Die Lochis wurden für ihren Hit „Lieblingslied“ mit dem Award für den besten „Original Song“ bedacht. Sebastian Linda gewann bereits zum vierten Mal: Für seinen Clip „Memento Mori“ wurde er diesmal in der Kategorie „Arthouse“ geehrt.

Für Live-Musik sorgte bei der Gala im ausverkauften Düsseldorfer ISS Dome vor 3700 Zuschauern die österreichische Band Kaiser Franz Josef. (cah/dpa)

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