Rainer und Herma Fortmann veranstalten am ersten Advent auf ihrem Hof in Bürstel den 6. Alpakatag

Wollprodukte von preisgekrönten Tieren

Sie haben eine Frisur wie nach einem Topfschnitt, eine Figur wie ein Wattebausch auf Stelzen und mittendrin zwei kohlrabenschwarze Knopfaugen. Für die Bürsteler Züchter Rainer und Herma Fortmann sind Alpakas „Kuschelkamele mit Eisbär-Fasern“. Gerade haben sie mit der Wolle ihrer Tiere wieder Preise auf internationalem Parkett abgeräumt. Zudem steht am 1. Adventssonntag, 30. November, die sechste Auflage des Alpakatags vor der Tür.
28.11.2014, 00:00
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Wollprodukte von preisgekrönten Tieren
Von Jochen Brünner
Wollprodukte von preisgekrönten Tieren

Alpakaprodukte wie Schals, Socken, Mützen oder Bettdecken stehen beim 6. Alpakatag am Sonntag, 30. November, auf dem Hof von Rainer und Herma Fortmann in Bürstel im Blickpunkt.

Jochen Brünner

Sie haben eine Frisur wie nach einem Topfschnitt, eine Figur wie ein Wattebausch auf Stelzen und mittendrin zwei kohlrabenschwarze Knopfaugen. Für die Bürsteler Züchter Rainer und Herma Fortmann sind Alpakas „Kuschelkamele mit Eisbär-Fasern“. Gerade haben sie mit der Wolle ihrer Tiere wieder Preise auf internationalem Parkett abgeräumt. Zudem steht am 1. Adventssonntag, 30. November, die sechste Auflage des Alpakatags vor der Tür.

Bereits zum sechsten Mal lädt die Familie Fortmann für den ersten Adventssonntag, 30. November, zum Alpakatag auf ihren Hof in Bürstel (Ganderkeseer Weg 17) ein. In der Zeit von 11 bis 17 Uhr stehen dann aber nicht nur Alpaka-Produkte im Mittelpunkt. Floristin Insa Scherschanski, Metallkünstler Oswald Ackermann, die Malerin Zita Hobbensiefken, Vogelhausarchitekt Horst Schulz, Imker Jürgen Stöver und Holzkünstlerin Taina Grzybowski sorgen für ein abwechslungsreiches kunsthandwerkliches Angebot.

Neu dabei sind die „Kettensägenschnitzer“ Uwe Rethorn und Daniel Hoffmann aus Bassum sowie Drechsler Tobias Harbers aus Westerstede. Gaukler Laurenzo wird das jüngere Publikum mit Jonglagen, Seifenblasen, Pantomime sowie Licht- und Feuerspielen unterhalten. Nun hoffen die Organisatoren auf angenehme Temperaturen. „Wir haben mal überlegt, den Alpakatag in den Herbst zu verlegen. Aber Alpaka ist einfach ein Winterthema“, sagt Herma Fortman

n.

Darüber hinaus freuen sich die Züchter über die gute Qualität ihrer Herde. „Gerade in den vergangenen Tagen haben wir wieder viele Preise gewonnen“, berichtet Fortmann. So wurde nicht nur die Wolle von „White Willi“ bei einer Vliesshow im holländischen Eindhoven mit einem ersten Preis gekürt, „Splendor“ schaffte es sogar zum Prädikat „Colour-King“. Die Wolle von „Augusto“ hat derweil einen ersten Preis bei einer Veranstaltung in Süddeutschland abgeräumt. Auch im neunten Jahr, seitdem die Familie Fortmann aus Bürstel ihren Betrieb auf Alpaka-Zucht umgestellt hat, ist die Wolle der „Wittekind-Alpakas“ gefragt. Zudem hat sich der Betrieb auch als Deckstation mit zehn hochkarätigen Deckhengsten international einen Namen gemacht.

„Gegenüber den Vorjahren haben wir die Herde zwar etwas verkleinert, aber dafür hat sie jetzt eine noch bessere Qualität“, sagt Fortmann. Gegenwärtig umfasst sie rund 60 Tiere, hinzu kommen einige „Pensionsgäste“.

Auch die Alpakazucht unterliege übrigens einer gewissen Mode, wie der Landwirt betont: „Einige Jahre waren die australischen Züchtungen besonders gefragt. Doch im Augenblick erleben wir eine Trendwende, sodass nordamerikanisches Blut wieder stark im Kommen ist“, erzählt Fortmann. Und da ist es natürlich von Vorteil, Deckhengste mit einem entsprechenden Stammbaum in der eigenen Herde zu wissen.

Erstmals seit mehreren Jahren haben die Alpaka-Züchter aus Bürstel ihre Herde und die entsprechenden Produkte jüngst auch auf der Oldenburger Messe „Mein Tier“ präsentiert. „Mit der Resonanz waren wir so zufrieden, dass wir für das kommende Jahr gleich wieder gebucht haben“, resümiert der Züchter.

Auch darüber hinaus tun Rainer und Herma Fortmann einiges, um die Bekanntheit der ursprünglich aus Peru stammenden Tiere zu steigern. So wollen sie ab Januar Strickkurse mit Alpaka-Wolle anbieten. Das Geheimnis der Alpaka-Faser gegenüber herkömmlicher Wolle ist nämlich, dass sie hohl ist und deshalb in ihrer Verwendung in Socken, Mützen, Schals oder Bettdecken für einen optimalen Temperaturausgleich sorgt. Auch edle italienische Stoffe beinhalten nicht selten einen Anteil von Alpaka-Fasern. Weiterhin stehen im Frühjahr 2015 Einführungskurse zur Alpaka-Haltung sowie ein Scher-Workshop auf dem Programm.

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