Die wilden Zwanziger in der großen Sommerausstellung

Worpswede expressiv

Von Gesa Jürß und Nicole Schmidt Worpswede. Die Künstlerkolonie Worpswede ist nicht nur deutschlandweit ein Begriff.
17.06.2016, 00:00
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Worpswede expressiv

Das Porträt von Maurice Disch „Heinrich Vogeler“ von 1922 ist in der Großen Kunstschau Worpswede zu sehen.Foto: Worpsweder Museumsverbund

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Von Gesa Jürß und

Nicole Schmidt

Worpswede. Die Künstlerkolonie Worpswede ist nicht nur deutschlandweit ein Begriff. Zunehmend wächst das nationale und internationale Interesse an Künstlern wie Paula Modersohn-Becker, Heinrich Vogeler oder auch Ottilie Reylaender. Doch während sich der Großteil der Worpswede-Ausstellungen auf die Gründerzeit bis um 1910 beschränkt, bleibt die Zeit der stilistischen Umbrüche im Künstlerdorf den meisten Besuchern verschlossen.

Das soll sich jetzt ändern: Mit der Großen Sommerausstellung „Die wilden Zwanziger – Worpswede expressiv“ schlagen die Museen am Wochenende, 18. und 19. Juni, eines der spannendsten Kapitel der dortigen Kunstgeschichte auf – die 20er-Jahre. Die Ausstellung über dieses revolutionäre Jahrzehnt ist zu sehen in den vier Museen Barkenhoff, Große Kunstschau, Worpsweder Kunsthalle und Haus im Schluh.

Während in Berlin die Moderne längst Einzug gehalten hat, muss sie in Worpswede um ihren Platz kämpfen. Und doch wird die Künstlerkolonie nach dem Ersten Weltkrieg erneut zu einem Sehnsuchtsort für junge Sinnsucher.

Kunst und Politik, Träume und Visionen – Worpswede wird zu einem Mikrokosmos der wilden und zerrissenen Zwanziger Jahre. Die Sonderausstellung entwirft ein vielschichtiges Zeitpanorama der künstlerischen und gesellschaftlichen Entwicklungen dieser Jahre. Die viel zu kurze Epoche der ersten Worpsweder Moderne ist bisher nur wenigen

Besuchern bekannt. Diese fas-

zinierende, den Ort bis heute

prägende Facette in der Geschichte des Künstlerdorfs wird mit „Die wilden Zwanziger – Worpswede expressiv“ umfassend beleuchtet.

Die Ausstellung entwirft ein facettenreiches Zeitpanorama der Entwicklungen dieser Epoche. Jedes Museum präsentiert dabei seine ganz persönliche Verbindung zu dieser, den Ort bis heute prägenden Umbruchzeit.

Während der Ausstellungslaufzeit bieten die Worpsweder Museen im Wechsel jeden Sonntag ab 12 Uhr eine kostenlose, halbstündige Matinee an. Erstmalig wird zu der Großen Sommerausstellung zusätzlich jeden Donnerstag um 15 Uhr eine einstündige öffentliche Führung (4 Euro pro Person, exklusive Eintritt) ebenfalls wechselnd in einem der Museen angeboten.

Mehr Informationen und genaue Termine gibt es im Internet unter www.worpswede-museen.de.

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