Essen im Netz: www.pinch-of-spice.de Würziges aus nah und fern

Die Lust aufs Bloggen kam Regine Thalhammer weit ab von ihrer eigentlichen Heimat München. Als sie zusammen mit ihrem Mann zwölf Monate um die Welt reiste, war ihr Web-Tagebuch der einfachste Weg, um Freunde und Familie stets über ihre Erlebnisse auf dem Laufenden zu halten.
22.09.2013, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Würziges aus nah und fern
Von Stefan Lakeband

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ie Lust aufs Bloggen kam Regine Thalhammer weit ab von ihrer eigentlichen Heimat München. Als sie zusammen mit ihrem Mann zwölf Monate um die Welt reiste, war ihr Web-Tagebuch der einfachste Weg, um Freunde und Familie stets über ihre Erlebnisse auf dem Laufenden zu halten. Später, zurück in Bayern, stand für sie fest: Ich mache weiter. Allerdings hatte sie da schon die afrikanische Wüste gegen den Münchner Großstadt-Dschungel getauscht. Berichte über abenteuerliche Reisen fielen also weg.

Deshalb hat sich Regine Thalhammer auf ihre zweite Leidenschaft besonnen. „Ich koche gerne“, sagte sie sich. Mit der Weltreise als Ideengeber, kam sie auch auf den Namen ihres Blogs: pinch of spice – eine Prise Gewürze. Denn: „Am besten hat mir das Essen in China und Indien geschmeckt“, so die 33-Jährige. Besonders in Indien sei die Küche sehr würzig. Trotzdem finden sich auf ihrem Blog nicht nur exotische Gerichte. „Ich versuche immer mit Produkten, die gerade Saison haben und aus der Region kommen, zu kochen“, so Thalhammer zu ihrem Koch-Konzept.

Unter der Woche muss es abends oft schnell gehen. Am Wochenende nimmt sie sich aber die Zeit und probiert Rezepte für den Blog aus. „Manchmal koche ich aber auch und denke dann später, dass das Gericht gut in den Blog passen würde“, sagt die gebürtige Nürnbergerin. So sind seit Juli 2012 schon etliche Rezepte auf pinch of spice gekommen – mehr als 130. Und natürlich darf auch eines ihrer Lieblingsrezepte nicht fehlen: Chicken-Curry. Übrigens eines von wenigen Fleischgerichten auf dem Blog.

Bei der Rezeptauswahl hat die Weltenbummlerin eine simple Regel: „Ich stelle nur Sachen online, die mir auch selbst schmecken.“ Die Fotos macht sie ebenfalls alle selbst: Das sei ein kreativer Ausgleich zu ihrem eher sehr technisch geprägten Berufsleben, sagt sie. Regine Thalhammer ist Ingenieurin.

Auf pinch of spice finden sich aber nicht nur bloße Rezepte, Regine Thalhammer versieht sie zudem auch mit kleinen Geschichten. Bei dem Gericht „Der Imam fiel in Ohnmacht“ erklärt sie beispielsweise den Ursprung des ungewöhnlichen Namens. An anderer Stelle schildert sie ihre Gedanken sowie Erwartungen an die Speise und häufig auch, warum sie ein Rezept kocht und wie sie überhaupt darauf gestoßen ist.

Das Bloggen über Essen macht Regine Thalhammer nicht nur Spaß, sie hat auch eine Veränderung bei sich selbst festgestellt. „Ich bin beim Kochen wesentlich experimentierfreudiger geworden“, sagt sie. „Jetzt probiere ich auch Lebensmittel aus, von denen ich früher dachte, dass sie mir gar nicht schmecken, Grünkohl zum Beispiel.“ Den isst sie seitdem sehr gerne als Salat. Natürlich mit Pfeffer, Knoblauch und getrockneten Chilis – einer Prise Gewürze eben.

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