Zeitreise in die Vergangenheit: Heimatverein Lilienthal besucht ehemaliges Wohnhaus in Borgfeld Zuhause bei Familie Kaisen

Lilienthal. Erwartungsvoll steht die Besuchergruppe vor dem ehemaligen Wohnhaus der Kaisen-Familie in der Straße Rethfeldsfleet 9 in Borgfeld. „Zuhause bei Familie Kaisen“– unter dem Motto lud der Heimatverein Lilienthal zu einer geschichtsträchtigen Fahrt ein.
03.04.2016, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Erwartungsvoll steht die Besuchergruppe vor dem ehemaligen Wohnhaus der Kaisen-Familie in der Straße Rethfeldsfleet 9 in Borgfeld. „Zuhause bei Familie Kaisen“ – unter dem Motto lud der Heimatverein Lilienthal zu einer geschichtsträchtigen Fahrt ein. Wilhelm Kaisen hatte die Siedlerstelle 1933 erworben, nachdem er als Senator zurückgetreten war.

Freundlich werden die Teilnehmer von Volker Kröning, Vorstand der Wilhelm und Helene Kaisen-Stiftung, begrüßt. Die 20 Heimatfreunde bewegen sich durch die schmale Eingangstür in den kleinen Flur, der direkt zur Küche führt.

Was sofort auffällt: In der Ecke steht ein weißer Herd und darüber hängen die Socken des Bürgermeisters zum Trocknen – so wie einst, als Bundespräsident Theodor Heuss 1952 zu Besuch bei Wilhelm Kaisen war. Dieses besondere Foto ging damals um die Welt. An der Wand hängt eine Kaffeemühle, und ein kleiner weißer Geschirrschrank gehört ebenfalls zur Einrichtung. Etwas weiter stehen Esstisch und Stühle. Hier haben Wilhelm und Helene Kaisen gern mit ihren vier Kindern gesessen.

An die behaglich eingerichtete Wohnküche schließt sich unmittelbar die kleine Stube an, in der der Bürgermeister mit seinen Gästen auch politische Gespräche führte und Staatsgäste empfing. Und das wohl meistens mit qualmender Zigarre im Mundwinkel, wie er oft auf Bildern zu sehen ist. „Wir haben versucht, alles so wie früher zu erhalten“, erklärte Volker Kröning beim Rundgang.

Nun findet in dem Haus auch das bekannte ovale Hochzeitsbild vom 3. Mai 1916, das im Atelier des 1936 vor den Nazis geflüchteten Julius Frank in Lilienthal aufgenommen wurde, seinen Ehrenplatz.

Die Dokumentationsstätte öffnet an jedem zweiten Sonntag im Monat. Buchungen erfolgen telefonisch unter 0421 / 460 49 00.

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