Drei Tage Partystimmung Herbstmarkt mit Herz und Engagement

Schausteller und Besucher des Hagener Herbstmarktes trotzten kühlen Temperaturen und kräftigen Regengüssen. Mit Feuerwerk, Partystimmung und bunten Kostüme und Festwagen rauschten sie durch trübe Festtage.
18.09.2022, 19:15
Lesedauer: 3 Min
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Von Andreas Palme

Hagen. „Das Engagement der Kleinen ist beachtlich“, befand ein Zuschauer des Hagener Festumzuges, der in dicker Kleidung und gegen Regen geschützt den Vorbeimarsch der „Bambinis JG 2015“ des JFV Staleke beobachtete. Die jüngsten Fußballer trotzten den widrigen Witterungsbedingungen in ihren Trikots und winkten den Zuschauern am Straßenrand freundlich zu. Begleitet vom Trainerteam um Klaus Dieter Strauch, Aki Frerichs und den Eltern legten die Nachwuchsfußballer die etwa fünf Kilometer lange Umzugstrecke als einzige Laufgruppe zu Fuß zurück und ernteten dafür den ersten Platz der Fußgruppen.

Vielfältiges Programm

Der Hagener Herbstmarkt zog in diesem Jahr, nach zweijähriger Pandemie-Pause, erneut viele Gäste an. Das Team um Gemeindemitarbeiterin Doris Walleit und das Veranstalter-Duo Frank Bockelmann und Justin Womble haben ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Das Markttreiben begann am Freitag mit einem Kaffeenachmittag und 120 Gästen im Festzelt. Natürlich nutzte auch die Politprominenz des Wahlkreises diese Gelegenheit, um für die Teilnahme an der Landtagswahl am 9. Oktober zu werben.

Am frühen Abend eröffneten Ortsvorsteherin Gisela Schwertfeger (CDU) und der stellvertretende Bürgermeister Heinz Bühring (CDU) das Fest offiziell mit dem traditionellen Fassbier-Anstich und Freibier, allerdings witterungsbedingt im Festzelt. „Das war das erste Mal in der langen Geschichte, dass wir den Anstich im Zelt machten“, erinnerte sich Schwerfeger. Sie freute sich über das gut besuchte Festzelt an beiden Markttagen. Dem stürmischen und regnerischen Wetter fiel aber der Lampionumzug zum Opfer. Die schon vorbereiteten bunten Tüten für die kleinen Teilnehmer wurden im Zelt verteilt.

Der Wettergott hatte um 21 Uhr jedoch ein Einsehen mit den Veranstaltern des Feuerwerks. Nachlassender Regen und abflauende Winde ermöglichten den Farbenzauber am dunklen Himmel über Hagen und lockte zahlreiche Gäste auf den Festplatz am ZOB. Im Anschluss feierten die Gäste im Zelt bis in die Nacht.

Festumzug rollt los

Der Sonnabend stand dann ab 13 Uhr ganz im Zeichen des Festumzuges. 29 Gespanne und drei Fußgruppen hatten sich zur Teilnahme im Gewerbegebiet Döhrenacker eingefunden und machten sich trotz Sturm und Regen auf den Weg durch Hagen. Unter ihnen auch das Gespann aus Trecker und Anhänger der „Fantasy Kids“ aus Hagen, das Sandra Otten angemeldet hat. Hier haben sich die Zweitklässler der Grundschule mit ihren Eltern aus der Häussler Heide einen Umzugswagen gebaut und bei der Abschlussbewertung den zweiten Platz erreicht.

Den Sieg in der Klasse „Umzugswagen“ konnte sich die Landjugend Driftsethe mit Fabian Bühring sichern. Der dritte Platz  ging an Vicent Hirschhausen aus Wulsbüttel mit dem Thema „Hüttenbusch United“. Auch die Landjugendgruppen aus Vollersode, Schwanewede, Lunestedt und Bramstedt waren zum Festumzug angereist.

Hagens Bürgermeister Andreas Wittenberg (parteilos) zeigte seine Verbundenheit mit seinem Wohnort Bramstedt und präsentierte sich auf dem Wagen der Dorfjugend. Besonders farbenfroh zeigten sich auch die Gäste aus Schwegen mit ihrer "Sesamstraße“. Nicht nur das Äußere, sondern auch die Kostüme der Mitfahrer waren themenbezogen und schöne Farbtupfer in der trüben Witterung. Für ihre Mitwirkung am Umzug, verbunden mit dem interessanten Thema, erhielten Ria Nagel und Jutta Reinke alias „Madda und Käde“ einen großen Präsentkorb vom Veranstalter. Schließlich hatte sich die Unternehmensgemeinschaft Hagen (UHiB) mit einem Umzugswagen beteiligt und damit ihr Engagement für Hagen betont.

Partywagen und wummernde Bässe

Zahlreiche Partywagen mit wummernden Bässen und schunkelnden jungen Leuten an Bord boten einen Augen- und vor allem Ohrenschmaus und bereicherten den Umzug, der von der Feuerwehr mit zahlreichen Kräften zur Absicherung begleitet wurde.

Der Sonntag begann für viele Flohmarktfreunde ernüchternd: Lediglich eine Handvoll Aussteller boten ihre Waren am ZOB feil und so fehlte die typische Flohmarktatmosphäre. Reichlich Platz für „Benzingespräche“ gab es im Festzelt, wo Liebhaber alter Motorräder ihre Exponate vom Hersteller „Hulla“ präsentierten. Nach dem ersten Weltkrieg produzierte die Firma zahlreiche Modelle am Amtsdamm, wo sich heute ein Papierwaren-Geschäft befindet. Mit der Ausstellung wurde an die Firmengründung von "Hulla" vor 101 Jahren erinnert.    

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