Beverstedt Gemeinderat will Solaranlagen auf den Dächern

Neue öffentliche Gebäude in Beverstedt sollen mit großflächiger Fotovoltaik ausgerüstet werden. Ein entsprechender Antrag der CDU/FDP-Gruppe wurde vom Gemeinderat befürwortet.
24.09.2022, 07:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Palme

Beverstedt. Bei nur einer Gegenstimme sprach sich der Beverstedter Gemeinderat für die Errichtung von Fotovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden aus. Damit stellte sich das Gremium hinter den Antrag der CDU/FDP-Gruppe, die diese Ausrüstung im Rahmen der ökologischen Energiegewinnung vorschlägt. „Die großen Dachflächen von Schulen, Kitas, Rathaus, Turnhallen und weiteren öffentlichen Liegenschaften eignen sich geradezu perfekt für PV-Anlagen“, hieß es in dem Antrag, der die Forderung nach einer "konsequenten" Nutzung enthielt.

Auch Bestandsbauten anpassen

Die Gemeinde soll bei Neubauten immer auch großflächige Solaranlagen, eventuell mit Stromspeichern, einplanen und die Hauptdachflächen unter Berücksichtigung der statischen Belastung für die PV-Nutzung optimal ausrichten. Aber auch Bestandsbauten sollen für die Folgen der Klima- und der Energiekrise "angepasst" werden. Christ- und Freidemokraten schlagen an dieser Stelle eine Zusammenarbeit mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen vor, die zu diesem Zweck Beratungen durchführt. In der anschließenden Diskussion favorisierten die Ratsmitglieder unter Berücksichtigung von Fördermitteln den Eigenbetrieb gegenüber einem Betreibermodell. Zuerst könnten die PV-Anlagen an der Grundschule in Lunestedt und der Kläranlage installiert werden.

Diskussionen um Beleuchtungszeiten

Für Diskussionen sorgte auch die Änderung der Beleuchtungszeiten in der Gemeinde. Nachdem Lunestedts Ortsvorsteher Thorsten Steinberg (CDU) den Stromsparmodus der vergangenen vier Wochen als „Symbolpolitik“ kritisiert  hatte, stimmten schließlich alle Ratsmitglieder für eine bis Ende März gültige Übergangsregelung. Danach wird die Beleuchtung in Beverstedt morgens um 5.30 Uhr eingeschaltet und bei ausreichender Helligkeit automatisch wieder abgestellt. Nach Eintritt der Dämmerung wird das Licht erneut automatisch eingeschaltet und verlöscht einheitlich ab 22.30Uhr.

Bürgermeister Guido Dieckmann (parteilos) entschuldigte sich für die Probleme bei der Beleuchtungszeitumstellung in Osterndorf und Teilen von Stubben. Dort sei die örtliche Technik noch nicht angepasst. Einstimmig befürwortete der Rat die dritte Antragstellung zur Teilnahme am Bundesförderprogramm für das Freibad Lunestedt. Bei einem positiven Bescheid beteiligt sich der Bund mit 75-prozentiger Förderung an den Sanierungsmaßnahmen, deren Kosten sich aktuell auf 4,75 Millionen Euro belaufen. Ebenfalls einstimmig sprach sich der Rat für die Annahme des Bebauungsplans Schulweg in Frelsdorf aus. 

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