Stubbener Feuerwehr Doppelschlag für die Feuerwehr

Die Ortswehr in Stubben hat allen Grund zur Freude: Jetzt wurden ein neues Gerätehaus und noch dazu ein neues Löschfahrzeug offiziell in Betrieb genommen.
08.07.2019, 14:14
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Palme

Stubben. Große Freude bei der Ortswehr Stubben: Die Brandschützer in der Gemeinde Beverstedt haben das Feuerwehrgerätehaus und ein neues Löschfahrzeug offiziell in Betrieb genommen. Im Beisein von Feuerwehrkameraden aus der gesamten Gemeinde, Verwaltungsvertretern und am Bau beteiligten Handwerkern stellte die Ortswehr ihre jüngsten Errungenschaften an L 134 stolz vor.

„Wer kann schon ein neues Gerätehaus zusammen mit einem neuen Einsatzfahrzeug in Betrieb nehmen?“ fragte Ortsbrandmeister Kai von Oesen und freute sich über die gute Fügung, dass Politik und Verwaltung "in Stubben viel Geld angelegt haben“. „Das passiert nicht alle Tage“, betonte auch Bürgermeister Ulf Voigts. Seit drei Jahren plante die Gemeinde den Neubau für die Ortswehr Stubben. Das bisherige Gebäude aus dem Jahre 1956 hielt der Begutachtung der Feuerwehrunfallkasse nicht mehr stand und war darüber hinaus nicht in der Lage, das benötigte neue Löschfahrzeug aufzunehmen. Der Standort sorgte seinerzeit für Diskussionsstoff. Erfolgreiche Verhandlungen mit der Deutschen Bahn ermöglichten jedoch den Kauf eines Grundstücks, und so konnte das neue direkt neben dem alten Gerätehaus errichtet werden. Der Abriss des bisherigen Hauses ermöglichte jetzt den Bau einer gesetzeskonformen Zufahrt und die Erstellung von 18 Parkplätzen für Einsatzkräfte.

„Wir nutzen jetzt zwei Fahrzeugboxen, Umkleideräume für Männer und Frauen sowie einen Schulungsraum auf etwa 630 Quadratmetern Grundfläche“ erklärte Voigts und nannte Baukosten in Höhe von einer Million Euro. „Verglichen mit den geplanten 800 000 Euro und den zusätzlichen Außenanlagen ist das fast eine Punktlandung“, freut er sich. Die veranschlagte Summe habe nur durch die Eigenleistung der Kameraden gehalten werden können, deshalb bedankte sich der Bürgermeister bei der Ortswehr besonders.

„Wo ist denn das neue Fahrzeug?“, fragte Voigts den Ortsbrandmeister und blickte suchend über das Festgelände, an dessen Rand ein aktuelles und zwei ehemalige Einsatzfahrzeuge abgestellt waren. Pünktlich zur Schlüsselübergabe rückte das neue Feuerwehrauto, das zwei Altfahrzeuge ersetzt, dann aber mit Blaulicht und Martinshorn an. Die Jugendfeuerwehr hatte den Platz abgesperrt, und so war die Bühne für das geschmückte LF 10 gerichtet. Während der offiziellen Übergabe wechselte der große silberne Symbolschlüssel vom Bürgermeister zum stellvertretenden Gemeindebrandmeister Bernd Heißenbüttel und über den Ortsbrandmeister schließlich zum Gerätewart Maik Stenzel.

Dann durfte das LF 10 besichtigt werden. Das MAN-Fahrgestell mit dem Schlingmann Varus-Aufbau entspricht mit Detailänderungen dem jüngst in Frelsdorf eingeführten Fahrzeug. „Das ist ja eine Wucht“, bemerkte einer der Besucher beim Blick hinter die seitlichen Rolladen, hinter denen sich die Ausrüstung verbirgt. Für den erst kürzlich gewählten stellvertretenden Gemeindebrandmeister Heißenbüttel „ist das schon toll, wenn die Amtszeit so beginnt“. Ebenfalls begeistert waren Bernhard Röhrs und sein Enkel Tobias Heubach. Während sich Röhrs schon seit Jahrzehnten für den Brandschutz in Stubben engagiert, gehört sein Enkel noch zur Jugendabteilung der Wehr. Beide freuen sich über die Entwicklung der Ortswehr wollen sich auch zukünftig daran beteiligen.

Im Herbst haben dann alle Stubbener Gelegenheit, den Neuzugang der Feuerwehr zu begutachten. Die Ortswehr möchte sich dann mit einem Tag der offenen Tür präsentieren.

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