Lob für Verdienste

Eine Ehrennadel zum Abschied

16 Jahre steht er an der Spitze der Verwaltung im Beverstedt. Nun erhielt Ulf Voigts eine Ehrennadel.
04.10.2019, 16:05
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Von Andreas Palme
Eine Ehrennadel zum Abschied

Beverstedts scheidender Bürgermeister Ulf Voigts erhielt nach 16 Amtsjahren anlässlich der Ratssitzung die Ehrennadel der Gemeinde für sein engagiertes Wirken.

Andreas Palme

Beverstedt. Nach interner Absprache im Verwaltungsausschuss der Gemeinde Beverstedt haben die Mitglieder des Gremiums beschlossen, den scheidenden Bürgermeister Ulf Voigts (parteilos) mit der Ehrennadel auszuzeichnen. Unter den Tagesordnungspunkt „Ehrungen“, der ohne weiteren Kommentar das Ende der Tagesordnung bildete, verbarg sich diese Verleihung. Voigts selbst hatte offenbar nichts davon gewusst. „In Wollingst schließt sich der Kreis“, erklärte der Vorsitzende des Gemeinderates Beverstedt, Harald Michaelis (SPD), zu Beginn der Verleihung anlässlich der Sitzung in Wollingst. „Ulf Voigts erste Ratssitzung fand bei Büttelmann in Wollingst statt, die letzte erleben wir heute bei Plate, auch in Wollingst“, erläuterte Michaelis. Er bilanzierte 68 Ratssitzungen unter Voigts' Leitung.

Voigts steht seit dem 17. November 2003 an der Verwaltungsspitze und hat keine Ratssitzung verpasst. Eine kleine Laudatio hielt sein Nachfolger Guido Dieckmann (parteilos), der am 1. November das Amt des Bürgermeisters übernimmt. „Ulf Voigts ist ein Kind der Verwaltung“, betonte Dieckmann in Bezug auf seine Ausbildung. Nach dem Zivildienst war Voigts als Sozialamtsleiter in der Verwaltung tätig „und immer bereit, Verantwortung zu übernehmen“, so der Laudator. Später übernahm Voigts das Amt des ersten hauptamtlichen Bürgermeisters, das er jetzt am 1. November – nach 16 Jahren – abgibt und in den Ruhestand geht.

Für den Verwaltungschef habe der Kontakt zu seiner Verwaltung, dem Rat und den Bürgern stets im Focus gestanden. Dieckmann betonte die große Herausforderung, die die finanzielle Situation am Anfang seiner Tätigkeit darstellte. Dazu gesellten sich ab 2011 die zahllosen Gespräche, die mit dem Ziel der Entschuldung mit dem Land geführt worden seien. Die heutige Einheitsgemeinde sei untrennbar mit dem Namen Ulf Voigts verbunden. „Die Einheitsgemeinde war ein richtiger, zukunftsweisender Schritt“, sagte der designierte Bürgermeister.

Weitere herausragende Projekte seien unter anderem die Planung der A 20, der Eisenbahn-Brücke Stubben, die neuen LED-Straßenlampen, die Glasfaservernetzung, der Neubau von Schulen und Kitas gewesen. „Ulf Voigts hat die Gemeinde mit Weitsicht geführt“, bescheinigte Dieckmann dem Bürgermeister. Anschließend heftete er ihm die Ehrennadel ans Revers. Ulf Voigts nahm die Auszeichnung sichtlich gerührt entgegen. In seiner Dankesrede betonte er, dass er sich über die verbesserte Finanzlage der Gemeinde freue und darüber, „dass der für die Einheitsgemeinde prophezeite Demokratieabbau nicht eingetreten ist“. Für Voigts gilt das Credo: „Jeder Bürger sollte eine Antwort auf gestellte Fragen bekommen.“

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