Behörde sieht keine Notwendigkeit Kampf um eine zweite Ampel in Bokel geht weiter

Obwohl der Landkreis Cuxhaven offenbar keine Chance für eine zweite Fußgängerampel in Bokel sieht, wollen Eltern und Politiker weiter für eine zusätzliche Querungshilfe über die L 134 kämpfen.
16.12.2019, 15:46
Lesedauer: 1 Min
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Von Andreas Palme

Bokel. Der Gemeindeelternrat Beverstedt hat sich bisher erfolglos für eine zweite Fußgängerampel an der Hauptstraße in Bokel eingesetzt. Während der jüngsten Sitzung des Schulausschuss hat André Holscher aus der Verwaltung die Ratsmitglieder über ein internes Schreiben des Landkreises informiert, wonach es keine Chance für eine zweite Ampel in Bokel gibt. Die Zahlen an Fußgängern und Autos rechtfertigten keine Querungshilfe zwischen Schulstraße und Seebeckstraße. Bürgermeister Guido Dieckmann (parteilos) betonte, „dass hier der Gemeinde die Hände gebunden sind“.

Neben den Ratsfraktionen und der Jugendortsvorsteherin hat besonders der Gemeindeelternrat für die Ampel gekämpft. „Wir wollen die Ampel zum Schutz unsere Kinder auf dem Schulweg haben“, betont Horst Meyer für den Schulelternrat. Mit einem formellen Antrag an den Landkreis möchte Meyer jetzt eine justitiable Stellungnahme der Straßenbaubehörde erreichen. „Dann kann man offiziell gegen den Bescheid vorgehen“, erklärt Meyer seinen Vorstoß. Neben der Schule seinen weitere Objekte in der Nähe zu berücksichtigen. Kinder und Jugendliche überquerten die Landesstraße 134 auf dem Weg zum Kindergarten, zum Waldbad, zur Bücherzelle und auf dem Weg zur Jugendfeuerwehr und zur Sporthalle. Bürgermeister Dieckmann, ebenso wie sein Vorgänger Voigts, wollen sich nach wie vor für die Ampel einsetzen und haben dies in einem Schreiben an das Land Niedersachsen manifestiert. „Jetzt sollten die Fraktionen im Beverstedter Gemeinderat einen formellen Beschluss zur Ampel fassen und damit der Verwaltung einen Arbeitsauftrag geben“, regte Horst Meyer an, „denn die Haushaltsmittel für die Ampel stehen im Haushalt schon bereit“.

Derzeit gibt es in der Gemeinde noch weitere Dissonanzen mit der Verkehrsbehörde. Seit geraumer Zeit kämpfen Anwohner für eine Tempobegrenzung auf der L 134 im Bereich der Loher Kreuzung. Auch in diesem Bereich tut sich die Behörde mit einer Zustimmung schwer, die Höchstgeschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer festzulegen. Als kleinen Erfolg feiern die Anwohner die geplante Aufstellung einer Straßenlampe mit gelbem Licht an der Kreuzung nach Lohe.

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