Grundsteinlegung Nachwuchs vollendet Grundsteinlegung

Ulf Voigts setzte auf Aufgabenteilung bei der Grundsteinlegung fürs Lunestedter Gerätehaus: Beverstedts scheidender Bürgermeister versenkte die Zeitkapsel und überließ die Mörtelkelle dann der Kinderfeuerwehr.
27.10.2019, 18:04
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Von Andreas Palme

Beverstedt. „Heute ist ein großer Tag für die Feuerwehr Lunestedt“, betonte Beverstedts scheidender Bürgermeister Ulf Voigts (parteilos) bei der Grundsteinlegung für das neue Gerätehaus am Gewerbepark. Etwa 80 Gäste aus Politik, Verwaltung und Löschwesen gaben der Veranstaltung einen würdigen Rahmen. Nach dem offiziellen Akt trafen sich die Gäste zu Speis und Trank im eigens errichteten Festzelt am Baugelände in geselliger Runde.

„Wir setzen mit dem Neubau unser Engagement für den Brandschutz in der Gemeinde fort“, erklärte Voigts in seiner Rede und bekräftigte damit den Einsatz für die Beverstedter Feuerwehren. Neben den zahllosen freiwilligen Frauen und Männern setzten sich auch Politik und Verwaltung für einen hohen Ausbildungs- und Bereitschaftsstand ein, betonte Voigts.

Da das bisher genutzte Gerätehaus im Dreieck zwischen Schule, Lubi-Bad und Dorphuus zu klein geworden ist, hatte sich Beverstedt schon vor längerer Zeit für einen Neubau entschieden. Aus Platzmangel am bisherigen Standort bebaut man jetzt ein etwa einen Hektar großes Gelände im Gewerbepark Lunestedt hinter einem Autohaus. „Hier finden wir die Möglichkeiten zum Bau eines den aktuellen Vorschriften entsprechenden Gerätehauses“, erklärte der Bürgermeister und blickt auf den Baubeginn im September zurück.

Bereits zuvor hatte der Architekt Lutz Padberg ein modernes Gerätehaus mit einer Halle für drei Einsatzfahrzeuge geplant. Auf 740 Quadratmetern Grundfläche entsteht nun neben der eingeschossigen Fahrzeughalle ein zweigeschossiger Trakt mit Schulungsraum, Sanitäranlagen und Werkstattbereich. „Dann können wir endlich unsere Einsatzkleidung getrennt vom Privatzeug aufbewahren“, freute sich Ortsbrandmeister Marco Bräuer; er sehe damit eine wichtige Forderung der Feuerwehrunfallkasse umgesetzt.

„Wir haben für den Neubau 1,4 Millionen Euro im Haushalt veranschlagt“, bilanzierte Voigts und setzte hinzu, der Kostenrahmen werde dank günstiger Angebote regionaler Baufirmen bisher eingehalten. Als Generalunternehmer fungiert das Bauunternehmen Carsten Meyer, das für die bisher fertiggestellten Gewerke inklusive Rohbau verantwortlich zeichnet. „Bisher sind Arbeiten im Gesamtumfang von 800 000 Euro bereits vergeben“, präzisierte der Bürgermeister. Den Dachstuhl werde die Zimmerei Hildebrand richten, die Ausschreibungen für Heizung, Elektrik, Dachdecker- und Tischlerarbeiten befänden sich unterdessen in der Prüfung.

Die obligatorische Zeitkapsel, ein Kupferrohr mit einer Tageszeitung, den Bauplänen und aktuellem Kleingeld, soll in einer Innenwand an die Grundsteinlegung erinnern. Ulf Voigts schritt damit zur Tat und füllte mit einer Maurerkelle frischen Beton schwungvoll in die vorbereitete Wandöffnung. Launige Bemerkungen der umstehenden Gäste sorgten für Heiterkeit bei einem der letzten offiziellen Einsätze für Voigts als Bürgermeister. Ab November wird der ebenfalls anwesende und bisherige Vize Guido Dieckmann die Amtsgeschäfte übernehmen und auch den Baufortschritt am Gewerbekamp begleiten.

Nachdem das Rohr in der Wand versenkt worden war, bekam auch Lunestedts Feuerwehrnachwuchs Gelegenheit, die Öffnung mit Beton zu füllen. Die Mitglieder der Kinderfeuerwehr drängelten sich um den Platz am Mörteleimer; jeder wollte sich gern einbringen. „So motiviert man den Nachwuchs“, klang es aus Reihen der Zuschauer, die damit den Bezug der Kinder zur Feuerwehr gestärkt sahen. Denn wer schon in jungen Jahren am Gerätehaus mitgewirkt habe, erinnere sich wohl gern an den Ort der Grundsteinlegung und bleibe den Brandschützern gewogen, so die Überlegung.

Zur Feuerwehr Lunestedt gehören 67 Aktive sowie 20 Männer der Altersabteilung. Darüber hinaus findet eine engagierte Kinder- und Jugendarbeit mit 54 Nachwuchsbrandschützern statt. Neben einem Mannschaftstransportwagen (MTW) und einem Tanklöschfahrzeug (TLF) gehört ein Löschgruppenfahrzeug (LF) zum Fuhrpark in Lunestedt. Das LF hat inzwischen seine Altersgrenze erreicht und wird nach Fertigstellung des Gerätehauses durch ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) modernster Bauart ersetzt.

„Wir werden das alte Gerätehaus einer neuen Nutzung zuführen“, erklärte Lunestedts Ortsvorsteher Thorsten Steinberg (CDU) mit Blick auf die nahe Schule und den Kindergarten.

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