Oberschule Beverstedt Von der Aussaat bis zur Ernte

Echte Garten-Künstler werden an der „Ackerdemie“ ausgebildet. So heißt ein Programm, an dem die Oberschule Beverstedt teilnimmt. Schülerinnen und Schüler legen dabei Gemüsebeete an und hoffen auf reiche Ernte.
13.05.2022, 23:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Andreas Palme

Beverstedt. „Wir möchten die junge Generation für gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit begeistern“, sagt Projektkoordinatorin Sandra Glier. Sie leitet einen entsprechenden Wahlpflichtkurs der siebten Jahrgangsstufe der Oberschule Beverstedt. 28 Schüler engagieren sich dort für Gemüseanbau und wollen die Pflanzenentwicklung von der Aussaat bis zur Ernte begleiten. Schon im Winter haben sich die Schüler in wöchentlichen Theoriekursen auf die praktische Umsetzung vorbereitet, den Rasen umgegraben und die Abläufe beim Pflanzen durchgesprochen.

14 Beete vorbereitet

An der Oberschule vertritt Jeanette Wolfermann das Bildungsprogramm der Berliner Gemüseakademie als ehrenamtlicher Acker-Coach. „Wir haben hier 14 Beete vorbereitet“, erklärt Wolfermann, die auch das Pflanzmaterial mitgebracht hat. Neben Kartoffeln und Karotten werden Salat-, Palmkohl und Rote-Bete-Setzlinge in die Ackerflächen gepflanzt.  Frühlingszwiebeln, Kohlrabi und Mangold runden den Gemüseanbau ab und sollen dem Nachwuchs die Entstehung heimischer Lebensmittel näher bringen. „Ihr werdet sehen, wie aus einem kleinen Korn eine große Möhre entsteht“, verspricht Wolfermann und gibt den Startschuss zur Pflanzaktion.

 Anschauungsunterricht von Eltern

Bei der Feldarbeit entwickelt sich zunächst ein unübersichtliches  Gewusel, doch  die Betreuungslehrerinnen Julia Halsmann und Frauke Mehrtens bringen Struktur in die Abläufe. So müssen Pflanzabstände gemessen und Löcher gegraben werden. Einige Teilnehmer machen sich auf, mit Wasser gefüllte  Gießkannen zu holen. Nicht wenige  haben schon zu Hause mit den Eltern gegärtnert. So zeigen sich Leonie, Suri und Shawn selbstsicher. Auf ihrem Ackerstück sollen Rote Bete und Kohlrabi sprießen. „Wir haben unseren Eltern bei der Arbeit nicht nur untätig zugesehen", so Leonie.

 Schon 72.000 Teilnehmer

Nach dieser Pflanzaktion werden die Beete Anfang Juni weiterbearbeitet. Nach  den Sommerferien soll gegebenenfalls nachgesät werden. Der Bereich zwischen den Schulgebäuden ist mit einem Zaun gegen Kaninchenverbiss geschützt worden. Es bleibe nur zu hoffen, so Jeanette Wolfermann, dass sich die Schnecken nicht an den frischen Setzlingen vergreifen und so die ganze Arbeit zunichtemachen. Die „Ackerdemie“ ist ein Bildungsprogramm des Berliner Sozialvereins Acker für Kinder und Jugendliche. Seit Gründung 2013 haben schon 72.000 junge Teilnehmer mitgeackert und so den verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Lebensmitteln kennengelernt.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+