FC Hagen/Uthlede Jan Hasselmann: Fortschritt durch Rückschritt

Um im Fußball Erfolge zu feiern, muss man nicht zwingend immer den Weg nach oben suchen. Einer, der dies mehr als jeder andere beim FC Hagen/Uthlede verkörpert, ist Jan Hasselmann.
18.01.2021, 13:18
Lesedauer: 2 Min
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Von Christian Thiemann

Hagen. Um im Fußball Erfolge zu feiern, muss man nicht zwingend immer den Weg nach oben suchen. Einer, der dies mehr als jeder andere beim FC Hagen/Uthlede verkörpert, ist Jan Hasselmann. Mit 17 Treffern schoss er die dritte Herren des Vereins von der Blumenstraße in der vergangenen Saison in die 1. Kreisklasse, wo der Stürmer jetzt bereits wieder bei neun Treffern nach sieben Spielen steht.

Hasselmann hat somit beinahe die Hälfte aller Hagen-III-Tore (insgesamt 20) erzielt und damit maßgeblichen Anteil daran, dass seine Elf im Kampf um den Klassenerhalt noch ein Wörtchen mitzureden hat. Diese Torquote ist natürlich auch über Hagen hinaus bekannt, weshalb Hasselmann die ein oder andere Offerte in den vergangenen Jahren ausschlug. Der 23-jährige fühlt sich eben wohl beim FC Hagen/Uthlede, dem er schon seit der Jugend angehört. Angefangen beim SV Aschwarden, wechselte der Allrounder zum JFV Staleke und hätte sich dann nach der U19 auch durchaus einen Wechsel nach Wittstedt – dessen Verein ebenfalls Teil des JFV ist – vorstellen können: „Wenn meine Freunde damals dahin gegangen wären, wäre ich wohl mitgegangen.“

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Glück für Hagen/Uthlede, dass Hasselmann blieb – und dann hauptsächlich bei Björn Lüerssen in der zweiten Herren seine Heimat fand. Bis heute ist Lüerssen der beste Trainer, den Hasselmann je hatte: „Wie er uns junge Spieler damals gefördert hat, war schon beeindruckend.“ Besonders eine Aussage hat sich eingebrannt: „Er hat uns gleich am Anfang gesagt, dass es keine Vorbereitung ohne Ball bei ihm geben würde. Da hatte er uns alle schon überzeugt.“ Die Überlegung zu wechseln, ergab sich für den damaligen Mittelfeldspieler deshalb nie.

Das hat sich bis auch nicht geändert, als Hasselmann vor der letzten Saison sagte, dass er aufgrund seiner Meisterlehre etwas kürzertreten und deshalb vornehmlich in der dritten Vertretung auflaufen würde: „Die Truppe hat mich super aufgenommen. Die sind noch sehr jung, aber extrem ehrgeizig und das ist am Ende der Grund, warum es trotzdem so viel Spaß macht.“ Für Coach Tobias Gevatter war der unverhoffte Neuzugang natürlich ein absoluter Glücksgriff: „Er hat sicher großen Anteil an unserem Aufstieg, hilft uns aber auch als verlängerter Trainerarm auf dem Feld.“

Der Rückschritt von der zweiten in die dritte Herren hat sich für Hasselmann also ausgezahlt und bei der Kreisliga-Elf von Trainer Andreas Ley strecken zumindest dessen Spieler schon hier und da wieder leicht die Fühler nach dem Torjäger aus. „Fabian (Theilmann, Anm. d. Red.) sagt schon mal, ich soll zehn Kilo abnehmen und dann wieder einsteigen“, meint Hasselmann, der ursprünglich jetzt im Winter ohnehin wieder geplant hatte, hochzugehen: „Nach dem Aufstieg konnte ich die Truppe nicht einfach verlassen, deshalb bin ich erst mal dageblieben, aber das Ziel ist schon irgendwann die Bezirksliga mit der Zweiten.“

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Durch die aktuelle Situation kann sich Hasselmann aber durchaus auch vorstellen, noch bis Saisonende in der 1. Kreisklasse zu bleiben und erst dann den internen Wechsel zu vollziehen: „Ich habe noch mit keinem gesprochen. Im Moment ist ja ohnehin nichts planbar. Fakt ist aber, dass ich mich in beiden Teams sehr wohl fühle.“ Wo Jan Hasselmann in der nächsten Saison seine Tore schießt, weiß der Hagener, dessen Familienbetrieb auch durch Sponsoring eng mit dem Verein verbunden ist, noch nicht. Nur dass es beim FC Hagen/Uthlede sein wird, das steht fest.

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