Fußball-Oberliga

FC Hagen/Uthlede trifft (wieder) und gewinnt (wieder)

Nach sechs Niederlagen in Folge ohne eigenen Torerfolg hat der FC Hagen/Uthlede wieder getroffen und wieder gewonnen. Im Nachholspiel beim MTV Eintracht Celle gewann der Oberligist mit 3:1.
25.09.2020, 16:14
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FC Hagen/Uthlede trifft (wieder) und gewinnt (wieder)
Von Dennis Schott
FC Hagen/Uthlede trifft (wieder) und gewinnt (wieder)

Das Warten hat ein Ende: Beim MTV Eintracht Celle fuhr der FC Hagen/Uthlede, hier mit Hussain Taha (links), den ersten Saisonsieg ein.

Julian Berndt

Hagen. Nach dem ersten Jubel folgte die Ernüchterung auf dem Fuß. Abseits! Das Tor von Hussain Taha in der zehnten Minute erkannte Schiedsrichter Felix Bickel nicht an. „Es war auch recht deutlich“, gab es für Carsten Werde an der Entscheidung nichts zu kritisieren. „Aber zumindest zappelte der Ball mal wieder im gegnerischen Netz“, fügte er an. Das war ja in den vorangegangenen sechs Partien des von ihm trainierten FC Hagen/Uthlede das große Problem gewesen: das Toreschießen. Um genau zu sein, waren exakt 644 Minuten vergangen, als Marlo Burdorf die Grün-Schwarzen mit seinem Treffer zum 1:0 am Mittwochabend beim MTV Eintracht Celle wieder jubeln ließ. Der Hagener beendete damit nicht nur die Torflaute, sondern ebnete mit seinem Treffer den Weg zu einem eminent wichtigen Sieg, den ersten in dieser Saison. Am Ende behielten die Hagener mit 3:1 (0:0) die Oberhand.

Es gehört wohl zur Ironie des Schicksals, dass der FC Hagen/Uthlede seinen Bann gegen jenen Gegner brach, gegen den er das letzte Mal getroffen hatte. Zur Erinnerung: Der FC Hagen/Uthlede und MTV Eintracht Celle standen sich bereits vor vier Wochen im Halbfinale des Niedersachsenpokals gegenüber, in dem Finn-Niklas Klaus in der 52. Minute das zwischenzeitliche 2:2 erzielte. Am Ende mussten sich die Grün-Schwarzen mit 2:3 geschlagen geben und waren mindestens ebenso betrübt wie nach dem desolaten Auftritt am Sonntag gegen den Heeslinger SC (0:4). Die Hypothek vor dem Celle-Spiel wog also schwer. Formtief plus Torflaute – wo sollte das nur hinführen?

In ein Spiel, in dem die Hagener wieder die Einsatz- und Laufbereitschaft zeigten, für die sie eigentlich bekannt sind. „Die spielerisch besseren Ansätze hatte Celle, das war aber auch klar“, sah Coach Werde eine ausgeglichene erste Halbzeit, in der seine Mannschaft zu Beginn allerdings auch etwas Glück besaß. Denn schon vor dem Abseitstor von Hussain Taha wurde auch den Cellern ein Tor wegen Abseits aberkannt. Zudem durften sich die Gäste bei ihrem Keeper Yannick Becker bedanken, nicht kurz danach in Rückstand geraten zu sein. Im Eins-gegen-eins-Duell mit Adrian Zöfelt lenkte Hagens Schlussmann den Ball an den Pfosten (16.). Die Grün-Schwarzen selbst kamen bei ihren Offensivbemühungen derweil nur zu zwei Abschlüssen.

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Wirklich Gefährliches hatten die Gäste auch in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit nicht vorzuweisen, als sich Marlo Burdorf ein Herz nahm und aus 20 Metern ins linke untere Eck traf (66.). Der Bann war gebrochen, „danach hatten wir das Spiel im Griff“, beobachtete Hagen-Coach Carsten Werde. So blieb die Celler Chance, bei der Lewis Stroth für seinen geschlagenen Schlussmann kurz vor dem 1:0 auf der Torlinie klären musste (Werde: „Das hört sich aber dramatischer an als es war, weil der Ball nicht scharf aufs Tor kam“) die einzig nennenswerte Möglichkeit der Hausherren.

Und weil die Defensive der Hagener sicher stand, eröffneten sich auch vereinzelt Vorstöße nach vorne, von denen der erst zuvor eingewechselte Axel France fünf Minuten vor dem Abpfiff nach Pass von Moritz Hannemann das 2:0 erzielte. Die Entscheidung war gefallen, der Torhunger der Gäste damit aber nicht gestillt. Sie hatten ja allerhand nachzuholen, also nutzte Hussain Taha einen Celler Abwehrfehler zum 3:0 konsequent aus (89.). Das 1:3 von Celles Felix Krüger war letztlich nur Makulatur.

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„Natürlich sind wir erleichtert. Nach dem Spiel zusammenzustehen und einen Siegerkreis zu bilden, tut gut“, sagte Trainer Werde hinterher. Die ersten drei Punkte in der Saison seien aber nur der erste Schritt gewesen, betonte er. „Was wir in den Spielen davor gezeigt haben, war nicht das, was wir uns vorstellen. Das haben wir auch ganz klar so kommuniziert. Wir dürfen jetzt aber nicht glauben, nur weil wir in Celle gewonnen haben, dass wieder alles gut ist. Das war nur ein Spiel, vorher haben wir in mehreren Spielen nicht gut ausgesehen“, mahnte Werde. Und letztlich war es auch nur ein Sieg gegen ein Team, das offensichtlich selbst noch nicht in die Saison gefunden hat. Der MTV Eintracht Celle ziert aktuell nämlich das Tabellenende.

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