Fußball-Oberliga Niedersachsen Fulminanter Fehlstart für den FC Hagen/Uthlede

Anf ganzer Linie enttäuschte der FC Hagen/Uthlede. Bei Aufstieger BW Tündern bezog der Fußball-Oberligist eine deutliche 0:4-Schlappe.
04.08.2019, 19:16
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Hollmann

Hagen. „So hatten wir uns den Saisonstart nicht vorgestellt“, zeigte sich der Trainer des FC Hagen/Uthlede, Carsten Werde, tief enttäuscht von der Leistung seiner Kicker bei der 0:4 (0:3)-Schlappe in der Fußball-Oberliga Niedersachsen bei Blau-Weiß Tündern. Seine Mannschaft habe einen total gebrauchten Tag erwischt und auch in der Höhe völlig verdient verloren.

„Wir dürfen nicht glauben, dass wir es nach zwei guten Pokalspielen an der vollen Ernsthaftigkeit in der Liga vermissen lassen können“, erklärte Werde. Bereits nach acht Minuten spielte ein Hagener einem Tündern-Akteur den Ball in der gegnerischen Hälfte ohne Bedrängnis nach einem Einwurf genau in den Fuß. „Anschließend haben wir es zweimal versäumt, den Gegenangriff durch ein taktisches Foul zu unterbinden“, ärgerte sich Carsten Werde. Lukas Kramer bestrafte diese Nachlässigkeit mit dem frühen 1:0 (8.). Aber es kam noch dicker für die Grün-Schwarzen. 120 Sekunden nach dem Rückstand musste mit Berendt Knoop auch noch einen Leistungsträger mit Problemen an den Adduktoren den Platz verlassen. Diesen ersetzte Marlo Burdorf in der Abwehrzentrale an der Seite von Christoph Müller. „Marlo ist nach seiner Verletzung aber noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte“, gab Werde zu bedenken.

Trotz aller Sorgen habe der Übungsleiter aber immer noch die Hoffnung gehabt, dass sich seine Mannen steigern würden. „Es wurde aber im Gegenteil von Minute zu Minute schlimmer“, teilte Carsten Werde mit. Die Gastgeber hätten seine Schützlinge mit einfachen Mitteln immer wieder in Bedrängnis gebracht. „Nach Ballgewinnen hat Tündern immer wieder mit langen Bällen operiert. Wir konnten deshalb auch nicht vernünftig gegen den Ball arbeiten“, ließ Werde wissen. Auch dem 2:0 von Jannik Hilker ging ein individueller Fehler voraus. FC-Schlussmann Yannick Becker vermochte die Kugel nach einem Freistoß aus dem Halbfeld nicht festzuhalten. Hilker erzielte im Nachschuss die Vorentscheidung.

Das war es aber noch nicht in der ersten Halbzeit. Kurz vor dem Pausentee hebelten die Platzherren ihren Kontrahenten mit einem einfachen Ball auf den linken Flügel auseinander. „Da hat unsere Tiefenstaffelung nicht funktioniert. Deshalb konnte Tündern seine Schnelligkeit ausspielen“, sagte Carsten Werde. Sören Vespermann erhöhte auf 3:0.

„Ich bin in der Pause aber nicht laut geworden. Meine Spieler haben alle schon genug mit sich selbst gehadert“, berichtete Werde. Im zweiten Durchgang sei das Spiel seiner Formation aber in keiner Weise besser geworden. Wieder einmal ohne Not bediente ein Hagener einen Widersacher mit einem Fehlpass in den Fuß. „Solche Fehler mag man sich auf diesem Niveau gar nicht vorstellen“, musste sich Carsten Werde erst einmal schütteln. Justin Sauermilch versuchte die Situation zu bereinigen, beging dabei jedoch ein Foulspiel im Strafraum. Robin Tegtmeyer machte mit dem verwandelten Strafstoß zum 4:0 endgültig den Deckel drauf. Während Yannick Becker noch in einer Eins-gegen-eins-Situation mit einer starken Parade das 0:5 verhinderte, erspielte sich der Gast während der gesamten 90 Minuten nicht eine nennenswerte Gelegenheit. „Unsere Leistung hat einfach nicht genügt, um Punkte in der Oberliga einzufahren“, redete Hagen-Coach Carsten Werde nach der Partie Klartext.

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