Fußball-Oberliga Niedersachsen

Hagens Kampf gegen den Trend

Eine solche Phase wie im Moment hat es beim Fußball-Oberligisten FC Hagen/Uthlede in den letzten Jahren aber wohl noch nie gegeben. Fünf Spiele ohne eigenen Torerfolg.
20.09.2020, 11:49
Lesedauer: 2 Min
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Hagens Kampf gegen den Trend
Von Tobias Dohr
Hagens Kampf gegen den Trend

Erfahren und einsatzbereit: Hagens Mirko Franke.

Christian Kosak

Hagen. Schwierige Phasen hat es beim FC Hagen/Uthlede in den vergangenen beiden Spielzeiten immer mal wieder gegeben. Hohe Niederlagen beispielsweise gehörten ebenso dazu, wie großes Verletzungspech. Eine solche Phase wie im Moment hat es beim Fußball-Oberligisten in den letzten Jahren aber wohl noch nie gegeben. Fünf Spiele ohne eigenen Torerfolg. Vor der Heimpartie gegen den Heeslinger SC am Sonntag (Anpfiff 15 Uhr) weiß Trainer Carsten Werde also ganz genau, wo der Schuh drückt.

„Unsere Brust ist derzeit natürlich nicht gerade maximal breit“, umschreibt Werde die schwierige Phase, die seine Mannschaft zum frühen Saisonzeitpunkt bereits durchmacht. Da macht es die Sache auch nicht viel besser, dass bei jenen fünf torlosen Spielen natürlich auch vier Testspiele dabei waren. Der Anspruch ist bei den Grün-Schwarzen natürlich dennoch ein anderer. Und deshalb war die Stimmung bei den Hagenern auch nach dem mit 0:2 verlorenen Testspiel gegen Landesligist Frisia Wilhelmshaven vergangenen Sonnabend alles andere als gut.

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„Das war extrem unzufrieden stellend“, nennt es Werde. Was gedacht war, um im Rhythmus zu bleiben und sich eventuell Selbstvertrauen zurückzuholen, wurde so zu einem Boomerang. „Wir haben in Wilhelmshaven zwar sehr viel ausprobiert und gewechselt, dennoch: die Zweikampfführung hat überhaupt nicht gestimmt und wir haben zum wiederholten Male dem Gegner die Tore und Chancen viel zu leicht hergeschenkt“, spricht Werde vor dem Duell gegen den Heeslinger SC Tacheles. Der kommende Gegner gehört nun auch noch zu den Schwergewichten der Oberliga, hat mit seinem neuen Trainer Sören Titze mächtig aufgerüstet. Unter anderem spielt der früherer Hagener Justin Dähnenkamp mittlerweile in Heeslingen.

„Das ist ungefähr so, als ob der SC Freiburg gegen RB Leipzig spielt“, stellt Carsten Werde einen Vergleich auf. „Heeslingen hat ganz andere Ansprüche als wir und deshalb nach zwei Unentschieden auch noch einen ganz anderen Druck.“ Für sein Team gehe es vielmehr erst einmal um kleine Erfolgserlebnisse. Eine gute Kommunikation auf dem Feld, gewonnen Zweikämpfe. Dass das gegen Heeslingen nicht gerade leichter wird, liegt auch an der Personalsituation. Mit Yannick Bremser, Christoph Müller, Axel France und Jan Wohltmann fallen mehrere erfahrene Spieler aus. Auch die Einsätze von Finn-Niklas Klaus und Kai Diesing sind fraglich.

„Wir erwarten nicht, dass die Jungen Spieler die Kohlen aus dem Feuer holen, aber sie müssen bereit sein, den Routiniers beim Kohletragen den Rücken freizuhalten“, umschreibt Carsten Werde, worauf es ankommen wird. Der Oberligist hat sich immer wieder erfolgreich gegen die Nackenschläge der jüngsten Vergangenheit zur Wehr gesetzt. Das Heeslingen-Heimspiel wäre ein guter Zeitpunkt, um wieder mal ein Zeichen zu setzen. Ein positives, versteht sich natürlich. Und als Motivationshilfe dient da auch der Blick in die Bundesliga: Denn der SC Freiburg siegte letzte Saison gegen RB Leipzig daheim mit 2:1.

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