Handball-Landesklasse Frauen

Hagener SV plötzlich völlig von der Rolle

Es war keine Kraft-, sondern eine Kopffrage. Die Handballerinnen des Hagener SV verloren im Auswärtsspiel beim VfL Stade II trotz zunächst deutlicher Überlegenheit ihren Faden und am Ende auch die Partie.
27.10.2020, 11:06
Lesedauer: 1 Min
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Von Frank Mühlmann

Hagen. Es war keine Kraft-, sondern eine Kopffrage. Die Handballerinnen des Hagener SV verloren im Landesklasse-Auswärtsspiel beim VfL Stade II trotz zunächst deutlicher Überlegenheit ihren Faden und am Ende auch die Partie mit 20:25 (14:11). Noch in den Anfangsminuten hatten die Gäste, die von ihrer hohen Grundgeschwindigkeit profitierten, nach Belieben dominiert.

Vivien Heiringhoff hielt die Abwehr mit einer konzentrierten Leistung zusammen, im Angriff erarbeitete sich Kira Seebeck viele Eins-gegen-eins-Situationen. Doch nach der 6:1-Führung merkte man bereits während knapp sieben torloser Minuten auf beiden Seiten, wie das Niveau insgesamt verflachte. Mitte der ersten Hälfte übte die Hagener Defensive nicht mehr den nötigen Druck auf den gegnerischen Rückraum aus und kassierte einfache Gegentore. Eine Stader Zwei-Minuten-Strafe nutzte die Mannschaft von Trainer Tristan Michaelis jedoch, um mit einem 14:11-Vorsprung in die Halbzeitpause zu gehen.

Selbst in der 39. Minute (18:14) sah es nicht danach aus, dass die Grün-Weißen ernsthaft in Gefahr geraten könnten. Doch plötzlich brachen sie komplett ein, ein Stader Fünf-Tore-Lauf drehte die Partie postwendend. Mehrmals traf der HSV, dem es nun an Durchschlagskraft mangelte, nur den Pfosten. Zudem fand lediglich einer von fünf Siebenmetern sein Ziel, und Alke Rock, normalerweise eine Garantin im Angriff, lief sich ständig fest. Auch eine Auszeit, nach der die Abwehr umgestellt und Julia Hübner in die Mitte gezogen wurde, brachte keine Wende mehr. Bei vier verletzten Stammkräften fehlten Tristan Michaelis auch zusätzliche Optionen in der Schlussphase. „Wir haben unser Spiel einfach nicht auf die Platte gebracht. Vermutlich haben die Mädels den Gegner nach dem deutlichen Pokalsieg mit zehn Treffern Unterschied im Januar unterschätzt“, zeigte sich Hagens Coach enttäuscht.

Hagener SV: Böll, Lea Matthias; Heiringhoff (2), Seebeck (4), Rock (2), Klimek (3), Hübner (3/1), Eichhorn (2), Hülseberg (1), Ina Matthias (3).

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