FUSSBALL-OBERLIGA NIEDERSACHSEN

Später Stimmungskiller für den FC Hagen/Uthlede

Nur wenige Augenblicke haben gefehlt, und der FC Hagen/Uthlede hätte dem MTV Eintracht Celle die erste Heimniederlage nach fast 18 Monaten beigebracht.
08.09.2019, 20:25
Lesedauer: 2 Min
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Später Stimmungskiller für den FC Hagen/Uthlede
Von Tobias Dohr
Später Stimmungskiller für den FC Hagen/Uthlede

Hagens Fabio Hausmann.

Tobias Dohr

Hagen. Nur wenige Augenblicke haben gefehlt, und der FC Hagen/Uthlede hätte dem MTV Eintracht Celle die erste Heimniederlage nach fast 18 Monaten beigebracht. Doch am Ende musste sich das Team von Trainer Carsten Werde mit einem 2:2 (0:1) begnügen. Besonders die Schlussphase dieser Fußball-Oberligapartie war an Kuriosität und Dramatik kaum zu überbieten. Aber der Reihe nach.

Die Hagener hatten sich vorgenommen, die spielstarke Offensive der Celler früh unter Druck zu setzen und liefen die Hausherren hoch an. Dieses Rezept zeigte früh Wirkung. „Wir haben eine gute Kontrolle gehabt, weil wir selber recht hoch standen“, berichtete Werde. Entsprechend lag die Hagener Führung in der Luft, doch einen Kopfball von Yannick Bremser klärten die Gastgeber im letzten Moment auf der Linie. Als Christoph Müller seinen Gegenspieler Yussuf Akdas an der Strafraumkante attackierte und dieser zu Boden ging, entschied Schiedsrichter Jens Kampling sofort auf Strafstoß. Lars Borchert verwandelte sicher zur Celler Führung (38.).

„Danach mussten wir froh sein, nicht mit einem 0:2 in die Kabine zu gehen“, hatte Werde eine kurze Schockstarre bei seiner Mannschaft ausgemacht. Doch nach der Pause waren die Hagener wieder da. Mit einer perfekten Grätsche im eigenen Sechzehner leitete Marlo Burdorf dann den Ausgleichstreffer ein. Das Leder kam zu Fabio Hausmann, der einen perfekten Pass auf den durchgestarteten Hussain Taha spielte. Und der Neuzugang spitzelte den Ball im Fallen mit der Hacke vorbei am Celler Torwart – ein Treffer der Marke Tor des Monats (62.).

Jetzt hatte die Werde-Elf endgültig das Kommando übernommen. Und so war es fünf Minuten später dem bärenstarken Kapitän Marlo Burdorf vorbehalten, nach einer Hausmann-Ecke per Kopf den Führungstreffer zu erzielen. Alles lief nun für die Grün-Schwarzen, die sich anschickten, die so heimstarken und zuletzt dreimal in Serie siegreichen Celler zu besiegen. Allerdings ließen sich die Hagener in der Schlussphase mehr und mehr in die eigene Hälfte zurückdrängen und starteten kaum noch Entlastungsangriffe.

In der 90. Minute schien es dann passiert: Jean-Luca van Eupen war frei durch, FC-Torwart Yannick Becker kam aus dem Tor gestürmt und kurz vor der Sechzehnerlinie hob der Celler Stürmer, der den Ball bereits an Becker vorbeigespitzelt hatte, spektakulär ab. Beinahe alle rechneten mit dem Elfmeterpfiff und Rot für Becker, wäre van Eupen doch eigentlich frei durchgewesen. Doch der Schiedsrichter entschied mit großer Überzeugung auf Schwalbe und gab dem MTV-Stürmer folgerichtig die Gelbe Karte. Doch damit war das Hagener Glück aufgebraucht.

In der dritten Minute der Nachspielzeit konnte die FC-Defensive eine Flanke nicht verhindern und in der Mitte kam Daniel Ruchatz aus Nahdistanz völlig frei zum Kopfball. „Natürlich ist das schade, aber diese Leistung war ein großer Schritt in die richtige Richtung“, urteilte Carsten Werde: „Am Ende geht dieses Ergebnis schon irgendwo in Ordnung.“

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