FC Hagen/Uthlede

Vor dem Rückspiel bei Germania Egestorf-Langreder: „Das 0:9? Gar kein Thema mehr!“

Das Hinspiel ist abgehakt. Trotz des 0:9 im Hinspiel befürchtet Carsten Werde, Trainer des FC Hagen/Uthlede, keine Auswirkungen auf das nun kommende Rückspiel gegen Germania Egestorf-Langreder.
28.02.2020, 16:25
Lesedauer: 2 Min
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Vor dem Rückspiel bei Germania Egestorf-Langreder: „Das 0:9? Gar kein Thema mehr!“
Von Dennis Schott
Vor dem Rückspiel bei Germania Egestorf-Langreder: „Das 0:9? Gar kein Thema mehr!“

Das waren die Gesichter unmittelbar nach der 0:9-Klatsche im Hinspiel. Keeper Yannick Becker (blaues Trikot), hier zwischen Hussain Taha (l.), Tim Grundmann und Carsten Werde, ist nach seiner Gelbsperre wieder mit von der Partie und hofft inständig auf weniger Beschäftigung als im Hinspiel.

Julian Berndt

Hagen. Den Mantel des Schweigens hüllen die Oberliga-Fußballer des FC Hagen/Uthlede nicht bewusst über jene vermaledeite 0:9-Niederlage aus der Hinserie. Diejenigen, die die Spielzeit der Grün-Schwarzen interessiert verfolgen, werden sich schmerzlich erinnern. Gegen den 1. FC Germania Egestorf-Langreder war das Team von Trainer Carsten Werde auf eigenem Platz förmlich untergegangen. An diesem Sonntag (15 Uhr) kommt es im Rückspiel zum Wiedersehen beider Mannschaften. Und trotz des einschneidenden Erlebnisses aus der Hinrunde war dieses 0:9 unter der Woche „gar kein Thema, null komma null“, beteuert Coach Werde.

Das Hinspiel ist schlichtweg abgehakt. Dies kann man den Hagenern durchaus glauben. Für sie ist dieses 0:9 nicht der einzige Einschlag in dieser Saison gewesen. Die Grün-Schwarzen mussten sich beim SC Spelle-Venhaus danach sogar mit einem 0:10 wieder zurück auf die Heimreise machen. Aber, und das ist es, was Trainer Carsten Werde hochhält: Der FC Hagen/Uthlede schaffte es jedes Mal, diese negativen Erlebnisse von sich zu streifen. Nach dem 0:9 gegen Germania traten die Hagener bei Arminia Hannover an – und behielten am Ende mit 4:3 die Oberhand (im Übrigen nach einem 0:3-Rückstand). Und nach dem 0:10 in Spelle spielte der FCH zunächst 1:1 gegen den MTV Gifhorn und landete danach den 3:0-Überraschungscoup bei Atlas Delmenhorst. Kurzum: Der FC Hagen/Uthlede konnte sich immer wieder ziemlich schnell berappeln.

Das macht die kommende Aufgabe jedoch nicht leichter. Die Favoritenrolle liegt ganz klar bei den Gastgebern. Als „brutal“ bezeichnet Carsten Werde die Serie an ungeschlagenen Spielen des 1. FC Germania Egestorf-Langreder. 13 Spiele nun ist der Klub bereits ungeschlagen, stolze elf Mal ging er als Sieger vom Platz. „Ein herausragender Lauf“, umschreibt es Carsten Werde. Für ihn zählt der kommende Gegner als einer der Kandidaten, die für Relegationsplatz zwei in Frage kommen. „Und da wären sie meiner Meinung nach auch völlig zu Recht“, so Hagens Coach, der die „Germanen“ schon drei Mal beobachtet hat, weiter.

Was den Tabellenfünften so stark macht? „Sie überspielen sehr schnell das Mittelfeld“, antwortet Carsten Werde. Bedeutet im Umkehrschluss, dass sein Team „eng am Mann“ sein muss, um die langen Pässe auf die schnellen Stürmer zu unterbinden. „Da müssen wir wach sein“, fordert Werde, der sich ebenso erhöhte Aufmerksamkeit bei gegnerischen Eck- oder Freistößen wünscht. „Im Zweifel können sie sich auf auf ihre Standards verlassen“, weiß Werde.

Erschwerend hinzu kommt, dass die Hagener wie beim 1:1 in der Vorwoche bei der FT Braunschweig ersatzgeschwächt antreten müssen. Die Langzeitverletzten Marc Holler, Jöran Korf und Axel France fallen nach wie vor aus. Kai Diesing, der gerade sein Startelf-Debüt gegeben hat, plagt sich mit hartnäckigen Zahnschmerzen herum. Sein Einsatz ist genauso fraglich wie der von André Stüßel (Oberschenkelzerrung) und Serdar Denkgelen (angeschlagen). Dafür ist Torwart Yannick Becker nach seiner Gelbsperre aber wieder zurück, und auch Finn-Niklas Klaus hat sich wieder fit gemeldet.

Bleibt nur noch die Frage, ob die Partie überhaupt ausgetragen werden kann? „Germanias Trainer Paul Nieber hat mir versichert, dass sie unbedingt spielen wollen. Er sagt auch, dass es ganz gut aussieht“, erklärt Werde. Bereits vor zwei Wochen hatte Egestorf-Langreder sein Heimspiel austragen können, bei ähnlich schwierigen Witterungsbedingungen. „Der Platz scheint einiges zu vertragen“, hofft Werde.

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