Wahrzeichen bedroht „Wir waren vom Zustand des Denkmals entsetzt“

Die Mitglieder des Wirtschaftsförderungs-, Kultur- und Tourismusausschusses wollen das Sandstedter Oberfeuer erhalten. Bei der Sanierung geht es auch ums Geld.
04.02.2020, 15:45
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Palme

Hagen. Ein Antrag der Hagener Sozialdemokraten zur Erhaltung des Leuchtturms in Sandstedt bestimmte die jüngste Sitzung des Wirtschaftsförderungs-, Kultur- und Tourismusausschusses. Darin wird die Verwaltung beauftragt, in Abstimmung mit der Denkmalpflege des Landkreises, ein Konzept zum Erhalt des roten Oberfeuers an der Fährzufahrt zu erarbeiten. Vor allem die Fragen nach möglichen Fördermitteln, der sinnvollen Einbindung in ein Tourismuskonzept sowie nach den Kosten für die Renovierung und den Erhalt des Denkmals stehen im Fokus.

Nach intensiver Diskussion sprachen sich die Ausschussmitglieder einstimmig für die Beschlussempfehlung der Verwaltung aus. Danach wird die Verwaltung mit der Erstellung einer objektbezogenen Schadensanalyse des alten Oberfeuers Sandstedt und den daraus resultierenden Sanierungskosten beauftragt. Auf dieser Grundlage soll dann ein Konzept zur baulichen Grundinstandsetzung und damit zum Erhalt des Oberfeuers erstellt werden. „Wir waren vom Zustand des Denkmals entsetzt“. berichtete Martin Eckhardt (SPD), der den Antrag der Fraktion vorstellte und auf die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde hinwies. Darüber hinaus sollte die Gemeinde als Eigentümer das Denkmal zukünftig zugängig halten.

Fachbereichsleiter Jan-Christian Voos zitierte daraufhin aus dem Prüfbericht, der im vergangenen Jahr von einem Gutachter in nichtöffentlicher Sitzung vorgestellt worden war. Darin wird dem Turm zwar kein 1a-Zustand, wohl aber eine gewisse Standsicherheit bescheinigt. Geplante Sanierungsmaßnahmen müssten sauber geplant und mit Sachverstand ausgeführt werden, so die Empfehlung. Fördermittel könnten jedoch erst nach Feststellung der Sanierungskosten ermittelt werden.

Ohne größere Diskussion arbeitete sich der Ausschuss unter Leitung von Hardy Köhler (SPD) durch den Haushaltsplan, den Hauptamtsleiterin Sabine Mosebach-Bock vorstellte. Darin wird das finanzielle Engagement der Gemeinde in den Bereichen Heimat- und Kulturpflege, Denkmalschutz, Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und in Bezug auf Campingplätze dargestellt. Dazu zeige der Haushalt das sehr gute Ergebnis der „Märkte“, beschreibt die Wirtschaftsförderung der Gemeinde und die Aktivitäten der Tourismusförderung sowie die Investitionen. Die Ausschussmitglieder sprachen sich einstimmig für die Annahme der Haushaltsansätze aus. Schließlich wies Mosebach-Bock auf den neuen Berufungszeitraum der Ortsheimatpfleger hin. Hierfür werden in einigen Ortschaften noch Interessenten gesucht.

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