Einsatzjahr 2019 Seenotretter ziehen Bilanz

Es sind nicht selten spektakuläre Einsätze, zu denen die Seenotretter der DGzRS gerufen werden. Manchmal geht es um Leben und Tod. Am Dienstag hat die Gesellschaft ihre Bilanz für 2019 vorgestellt.
14.01.2020, 10:42
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Seenotretter ziehen Bilanz
Von Jürgen Hinrichs

Der Brand im Maschinenraum eines Frachters. Vier Mädchen, die sich im Watt verirrt haben. Ein Meteorit, der für ein Notsignal gehalten wurde. Der Surfer, 80 Jahre, verlassen auf einer Sandbank. Die verunglückte Yacht mit einem Todesfall. Das ist ein Ausschnitt von Einsätzen der Seenotretter. Am Dienstag hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) Bilanz gezogen und auf das vergangene Jahr zurückgeblickt.

Im Einsatzgebiet vor der Küste zwischen Borkum im Westen und Ueckermünde im Osten gab es im vergangenen Jahr insgesamt 2140 Einsätze, bei denen 3400 Menschen geholfen wurde, teilt die DGzRS mit. Mehr als 350 Menschen mussten aus gefährlichen Situationen befreit werden, 81 aus Lebensgefahr. Das sind Zahlen, die in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

An der niedersächsischen Küste zwischen Borkum und Cuxhaven an der Mündung zur Elbe waren es nach DGzRS-Angaben insgesamt 649 Einsätze, 20 mehr als im Jahr 2018. Das Gebiet um Helgoland ist bei diesen Zahlen ausgenommen, weil die Hochseeinsel zu Schleswig-Holstein gehört. Im niedersächsischen Hoheitsgebiet waren es 893 Menschen, denen bei den Einsätzen mit den Booten und Kreuzern der Seenotretter geholfen wurde. 26 Menschen befanden sich in Lebensgefahr, 76 wurden aus ernsten Situationen befreit. Im Jahr davor lagen diese Zahlen bei sieben beziehungsweise 46 - ein deutlicher Anstieg von besonders bedrohlichen Lagen. Aus Warte der DGzRS sind das auf relativ niedriger Basis allerdings normale Schwankungen.

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