Nach Corona-Infektionen

„Mein Schiff 3“ verlässt Cuxhaven

Nach einem Monat hat das Tui-Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“ seinen Liegeplatz in Cuxhaven verlassen. Ende April hatten sich neun Tui-Crewmitglieder mit dem Coronavirus infiziert.
30.05.2020, 05:00
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Von Lena Mysegades
„Mein Schiff 3“ verlässt Cuxhaven

Ende April war „Mein Schiff 3“ mit 2900 Crewmitgliedern an Bord von den Kanaren nach Cuxhaven gekommen. Die Besatzungsmitglieder stammten von verschiedenen Schiffen der Tui-Flotte.

Sina Schuldt /dpa

Das Tui-Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3“ hat am Freitagabend nach einem Monat seinen Liegeplatz in Cuxhaven verlassen. Das teilte eine Sprecherin des Reisekonzerns mit. Das schwimmende Hotel wurde von Vertretern der Stadt und des Landkreises vom Steubenhöft-Anleger verabschiedet. Jetzt ist der Kreuzfahrtriese in der Nordsee zwischengeparkt.

Die „Mein Schiff 3“ war Ende April von den Kanaren nach Cuxhaven gekommen mit 2900 Crewmitgliedern an Bord. Diese stammten von verschiedenen Schiffen der Tui-Flotte, die wegen der Corona-Pandemie stillliegt. Ursprünglich sollte das Schiff die gestrandeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Hause bringen, bis Anfang Mai das Coronavirus ausbrach. Insgesamt hatten sich letztlich neun Besatzungsmitglieder mit dem Virus infiziert.

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Diese Patienten wurden an Land behandelt und ihre Kontaktpersonen an Bord isoliert. Nach Tests konnten nach eigenen Angaben Rückflüge für 1900 Beschäftigte in ihre Heimatländer organisiert werden, unter anderem nach Indonesien, nach Tunesien und in die Ukraine. Für viele der verbliebenen 1000 Angestellten werde allerdings immer noch eine Rückflugmöglichkeit gesucht. Andere sollten bis zu einem möglichen Wiederbeginn der Kreuzfahrten an Bord bleiben.

Tui hat vorerst bis Mitte Juli alle Fahrten abgesagt. In der Deutschen Bucht ankern bereits zwei Tui-Schiffe. Drei harren vor Teneriffa aus, ein Schiff in der Ägäis.

Aus Bremerhaven soll am Samstag das von der Meyer-Werft für die Reederei P&O Cruises neu gebaute Kreuzfahrtschiff „Iona“ zu einer Testfahrt nach Rotterdam auslaufen. Dort muss die „Iona“ ins Trockendock, um einen möglichen Schaden am Bugstrahlruder zu beheben. Bei einem Sturm Ende März hatte sich das Schiff losgerissen, ein Seil war in den Antrieb geraten, wie ein Firmensprecher erklärte. Wann die „Iona“ an die britische P&O Cruises übergeben wird, steht noch nicht fest.

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