Big Challenge

„Aufgeben kommt nicht infrage“

Sie haben lange überlegt und nun doch die Big Challenge in Bruchhausen-Vilsen für dieses Jahr abgesagt. Die Organisatoren haben aber noch eine Alternative parat: So verlegen sie den Kampf gegen Krebs ins Netz.
15.05.2020, 16:47
Lesedauer: 2 Min
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„Aufgeben kommt nicht infrage“
Von Ulrike Troue
„Aufgeben kommt nicht infrage“

Ein Jahr aussetzen: Petra Zöller (links) aus Bruchhausen-Vilsen und Christel Schröder aus Ochtmannien verlegen die Big Challenge für dieses Jahr ins Internet.

privat

Bruchhausen-Vilsen. In vielen Gedankenspielen und Videokonferenzen haben sie überlegt, wie die für den 4. Juli geplante sportliche Charity-Großveranstaltung in Corona-Zeiten in Bruchhausen-Vilsen über die Bühne gehen könnte. Am Ende hat sich das Organisationsteam nun schweren Herzens dazu durchgerungen, die Big Challenge, deren Erlös zu 100 Prozent der Deutschen Krebshilfe zukommt, um ein Jahr zu verschieben – auf den 26. Juni 2021.

„Wir haben uns dem Kampf gegen die Krankheit Krebs verschrieben. Daher sind wir in besonderem Maße sensibilisiert, wenn es um den Erhalt von Gesundheit geht“, erklärt das Organisationsteam. Getreu dem Motto „Aufgeben kommt nicht infrage“, ruft Petra Zöller als Pressebeauftragte und Initiatorin ihre Mitstreiter jetzt dazu auf, dabei zu bleiben und zudem für alle Krebspatienten und deren Angehörige dennoch in diesem Jahr gemeinsam ein Zeichen zu setzen und aktiv zu werden – und zwar mit einer virtuellen Challenge, die am Sonnabend, 4. Juli, freigeschaltet wird.

Bereits im Mai soll der Kampf gegen den Krebs fortgeführt werden, und jeder kann individuell beim Radfahren 40 Kilometer oder acht Kilometer laufend – auch Walking oder Nordic Walking sind möglich – zurücklegen. „Statt in der großen Gruppe können wir jetzt alleine oder in gebotenem Abstand zu zweit unsere Runden drehen und dabei an unsere Grenzen gehen“, erklärt Petra Zöller. „Immer eine Runde mehr, als man sich selber zutraut.“ Es gehe schließlich nicht um Schnelligkeit, sondern die Herausforderung, der sich auch ein Krebspatient jeden Tag immer wieder stellen müsse.

Dieser persönlichen Big Challenge kann sich jeder nach ihrer Mitteilung an jedem beliebigen Tag im Mai in der selbst ausgewählten Disziplin stellen. Es muss nicht die offizielle Big-Challenge-Strecke sein, die online unter www.bigchallenge-deutschland.de/bc/strecke ausgewiesen ist – es geht auch an selbst ausgewählten Orten, wo genügend Abstand eingehalten werden kann.

Von der sportlichen Aktivität sollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, auch diejenigen, die noch nicht offiziell für die zweite Big-Challenge-Auflage in Bruchhausen-Vilsen angemeldet sind, Bilder oder kurze Videoclips bei Facebook unter dem Hashtag #BC2020athome hochladen. Die Sequenzen sollten nicht länger als ein paar Sekunden dauern. Auf der offiziellen Website (www.bigchallenge-deutschland.de) steht außerdem ein entsprechendes Formular dafür bereit.

„Aus allen Beiträgen erstellen wir ein besonderes Big-Challenge-Erlebnis“, kündigt Petra Zöller auch im Namen ihrer Mitstreiter Uwe Garbers als Teamleiter, Nicole Segelhorst als Streckenplanerin, Manfred Henke als Finanzwart und die örtliche Landfrauenvereinsvorsitzende Imke Wicke, welche sich um die Verpflegung der Teilnehmenden und Besucher der Großveranstaltung kümmern will. „Big Challenge ist bei allen Beteiligten auch eine Demonstration für Zusammenhalt und Solidarität, egal ob 2020 oder 2021“, findet das Quintett.

Das örtliche Organisationsteam plant, dass die Anmeldung für die Big Challenge 2021, die wieder in der Marktplatz-Arena starten soll, ab Oktober möglich sein soll. Die bisher bereits gesammelten Spenden in Höhe von 24 239 Euro werden nach Auskunft von Petra Zöller übrigens auf das kommende Jahr vorgetragen.

Eine Startbedingung für die offizielle Teilnahme an diesem Charity-Event, das nach dem Vorbild eines niederländischen Landwirts 2014 in Deutschland durch eine Vereinsgründung ins Leben gerufen worden ist, um sich aktiv im Kampf gegen den Krebs zu engagieren, ist, dass jeder Sportler mindestens 500 Euro zahlt. Damit dies nicht nur zu Lasten des eigenen Kontos geht, könnten Arbeitgeber, Firmen, Familienmitglieder oder Freunde für diese Idee als Spender gewonnen werden. „Wir freuen uns schon über die kleinste Spende“, sagt Petra Zöller, „sie kann auch unabhängig von der Teilnahme sein“.

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