Sozialausschuss Sozialausschuss vertagt Entscheidung

Kurzfristig wird es keine Preissteigerung bei der Mittagsverpflegung in Bruchhausen-Vilsens Schulen, Kitas und Krippen geben. Der Sozialausschuss hat sich für diese Entscheidung mehr Bedenkzeit eingeräumt.
09.11.2022, 15:26
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Sozialausschuss vertagt Entscheidung
Von Ivonne Wolfgramm

Bruchhausen-Vilsen. Teurere Wareneinsätze, steigende Energie- und Lebensmittelkosten – davon bleiben auch die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen als Schul- und Kindergartenträger sowie ihre kooperierenden Caterer für die Mittagsverpflegung nicht verschont. In seiner Sitzung am Dienstagabend hat der Sozialausschuss der Samtgemeinde darüber beraten, wie es künftig mit den Kosten für das Mittagessen für Schüler, Kindergarten- und Krippenkindern weitergehen soll.

Schülerinnen und Schüler, die in der Mensa des Schulzentrums eine warme Mittagsmahlzeit einnahmen, zahlen derzeit 3,80 Euro an den Caterer Tiltscher aus Stuhr. Die Bewirtschaftungs- und Abwicklungskosten zahlt die Samtgemeinde als Träger. Doch auch die Kindergärten und Krippen in Bruchhausen-Vilsen und Asendorf werden vom Stuhrer Caterer beliefert. Für Martfeld und Schwarme ist seit August 2021 die Firma Rebional für die Verpflegung beauftragt. Der Monatsbeitrag für die Kindergärten liegt bei 71 Euro, umgerechnet sind das 3,87 Euro pro Mahlzeit. Die Krippen liegen mit ihren Kosten etwas darunter: Hier zahlen die Eltern 58 Euro pro Monat, macht auf die einzelne Mahlzeit heruntergerechnet 3,16 Euro. So geht es aus der Beschlussvorlage hervor.

Für die Grundschüler liegen die Kosten für eine Mahlzeit im Rahmen des Ganztagsschulbetriebs ebenfalls bei 3,80 Euro. Hier übernimmt das Restaurant Esszimmer aus Bruchhausen-Vilsen die Zubereitung der Menüs. Sowohl für die Verpflegung der Grundschüler als auch für Kitas und Krippen stellt die Samtgemeinde den Caterern Küchenpersonal zur Verfügung und übernimmt auch die Auslieferungen der Mittagessen.

Aufgrund der aktuellen Situation seien diese Preiskalkulationen langfristig für Samtgemeinde und Caterer allerdings nicht kostendeckend, wie es vonseiten der Verwaltung heißt. Eine Anhebung der Preise und die damit verbundene Änderung der Beitragssatzung seien schlichtweg notwendig.

Konkret bedeutet dies: Die Mahlzeiten in der Mensa müssten auf 4,05 Euro angehoben werden, die Mahlzeiten für Grundschulen auf 5,30 Euro. Bei Kindergärten muss sich der Monatsbeitrag auf 97,50 Euro (5,30 Euro pro Mahlzeit) erhöhen und der Krippenbeitrag auf 94 Euro pro Monat (5,10 Euro pro Mahlzeit). Insgesamt bezuschusse die Samtgemeinde die Einrichtungen auf Grundlage der Berechnungsjahre 2021 bis 2023 mit 110.000 Euro.

Ein konkretes "Ja" oder "Nein" zur Änderung der Beitragssatzung wollten die Mitglieder des Sozialausschusses am Dienstagabend nicht aussprechen. Man wolle sich zunächst in den Fraktionen darüber beraten, welche Preissteigerungen den Eltern zuzumuten wären, und die verschiedenen Kostenrechnungen besprechen. Eine Entscheidung solle dann auf der Sitzung im Januar gefällt werden, wenn es um die Beratungen zum Haushalt des Jahres 2023 geht. Lediglich der Zeitpunkt der Preissteigerungen steht fest, sagt Cattrin Siemers von der Samtgemeindeverwaltung: "Angestrebt ist der 1. August 2023."

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