„Ab ins Grüne“

Tipps für Pedalritter

Die Sommerferien gehen dem Ende entgegen. Und damit auch die Ideen für Touren, die die Ferienreise ersetzen sollen. Abhilfe schafft das Buch „Ab ins Grüne – Ausflüge rund um Bremen“ von Birgit Klose.
18.08.2020, 16:59
Lesedauer: 2 Min
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Von Micha Bustian
Tipps für Pedalritter

Handlich ist das Buch von Birgit Klose, die auf knapp 190 Seiten zahlreiche Sehenswürdigkeiten im Bremer Umland gesammelt hat. Einheimische kennen zwar die Highlights, aber der eine oder andere Hinweis ist auch für Ortskundige interessant.

Vasil Dinev

Landkreis Diepholz. Die Sommerferien neigen sich dem Ende entgegen. Und damit auch die Ideen. Im Corona-Sommer geht es nicht nach Spanien, Italien oder Griechenland – viele Menschen bleiben in Deutschland und suchen Zerstreuung in der Region. Doch was, wenn in alle Badeseen eingetaucht, jedes Museum besucht und jede Eisdiele getestet wurde? Da kann das Buch „Ab ins Grüne – Ausflüge rund um Bremen“ helfen. Es bietet 38 Touren mit dem Rad oder per Pedes auf 189 Seiten. Autorin Birgit Klose hat von Wremen im Norden bis zum Dümmer-See im Süden viel entdeckt, ist von Augustfehn im Westen bis Visselhövede im Osten gereist.

Vier Ausflüge aus dem Verbreitungsgebiet des Syker Kurier haben es in das im Via-Reiseverlag erschienene Buch geschafft. Vier Seiten widmet die Autorin der Strecke vom Bahnhof Barrien zum Bahnhof Etelsen. Es geht vorbei an der Barrier Wassermühle, der St.-Bartholomäuskirche, durch den Okeler Bruch, über den Süstedter Bach nach Riede mit seiner St.-Andreaskirche. Über den mit Richtungsschildern versehenen „Grünen Ring“ führt die Route nach Thedinghausen, wo der Rathausplatz und der Erbhof als sehenswert erwähnt werden. Auf dem Weg nach Etelsen lockt eine kurze Fahrt auf der Weser-Fähre bei Ahsen, ehe der Etelser Schlosspark erreicht ist.

Die Seiten 84 bis 87 gehören der 38 Kilometer langen Strecke von Syke nach Verden, auch hier von Bahnhof zu Bahnhof. Klose erwähnt das Kreismuseum, das Friedeholz und das Syker Vorwerk. Von der ausgeschilderten „Grafentour“ wechselt die Tour auf den „Grünen Ring“. Es geht vorbei an Emtinghausen und durch den Schwarmer Bruch bis zum Blender See, der zum Baden einlädt. In Verden locke ein Blick auf den Dom und ins Pferdemuseum, so die Autorin.

Für die 47-Kilometer-Strecke vom Syker Bahnhof über Bruchhausen-Vilsen zurück nach Syke benötigt die Autorin sechs Seiten. Hier lockt mehr die Natur. Zwischenzeitlich gibt es aber auch die Wassermühle und das Scheunenviertel in Neubruchhausen zu sehen, dazu die Müggenburg. Es wird hügelig auf dem Weg zum Heiligenberg. Zurück geht es über Bruchhausen-Vilsen mit seinem Museumsbahnhof und der Möglichkeit einer Abkühlung im Wiehe-Bad. Der Rückweg führt über Uenzen, Süstedt, Wachendorf und Steimke.

Last but not least: ein 5,5 Kilometer langer Ritt durch Bassum. Stiftspark, Abtei, Tierpark, Naturbad und die Freudenburg liegen am Weg. Auch hier bietet das Naturbad die Gelegenheit, sich zu erfrischen. Zumindest im nächsten Jahr, denn in diesem Sommer bleibt das Bad bekanntlich zu.

Keiner der vier Ausflüge wartet mit großen Überraschungen auf. Die Barrier Wassermühle, den Erbhof Thedinghausen, das Syker Kreismuseum, der Verdener Dom, das Forsthaus Heiligenberg, die Bassumer Freudenburg – das alles sind bekannte Größen. Gut sind allerdings die Randnotizen. Dort werden Adressen und Kontaktmöglichkeiten untergebracht, alternative Routen aufgezeigt und auch Gastro-Tipps gegeben. Jeder Tour liegt eine kleine Skizze der betroffenen Bahnhöfe bei, darüber hinaus eine Landkarte, die allerdings so klein ist, dass nicht alle Namen der befahrenen Straßen genannt werden können. Für die grobe Richtung reicht's, für den Rest gibt es heutzutage ja Smartphones.

Dass die Touren durch den nördlichen Landkreis Diepholz für Einheimische keine Überraschungen hergeben, muss allerdings kein Hemmnis sein. Denn Birgit Klose führt ihre Leser auch durchs Bremer Blockland, nach Worpswede, von der Mittelweser zur Aller oder von Hude in den Hasbruch. Landschaftliche Perlen wie die Gellener Torfmöörte, das Pestruper Gräberfeld oder das Teufelsmoor werden durchquert, malerische Orte wie Fischerhude, Harriersand und Augustfehn besucht. Ein solides Buch, das für jeden Wanderlustigen oder Pedalritter etwas Neues zu bieten hat.

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