Buchveröffentlichung

Überraschungserfolg in dritter Auflage

Damit haben Wilfried Müller und Dieter Borcherding nicht gerechnet. Ihr Buch „Haus- und Hofstellen im ehemals selbstständigen Flecken Bruchhausen und Moor“ geht jetzt in die dritte Auflage.
29.04.2021, 07:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Bärbel Rädisch
Überraschungserfolg in dritter Auflage

Sie haben allen Grund zum Strahlen: Das Buch „Haus- und Hofstellen im ehemals selbstständigen Flecken Bruchhausen und Moor“ von Dieter Borcherding (links) und Wilfried Müller wurde jetzt in der dritten Auflage gedruckt.

Michael Galian

Bruchhausen-Vilsen. Erhofft haben es sich Wilfried Müller und Dieter Borcherding sicherlich insgeheim, dass ihr Buch „Haus- und Hofstellen im ehemals selbstständigen Flecken Bruchhausen und Moor“ auf Interesse stoßen würde. Dass nun nach der ersten Auflage mit 300 Exemplaren und der zweiten mit 100 jetzt die dritte mit noch einmal 50 in den Handel kommt, dürfte Lohn und Befriedigung für ihre zeitaufwendige Arbeit sein.

Mit Unterbrechungen haben die beiden Aktiven vom Verschönerungsverein Bruchhausen-Vilsen zehn Jahre lang recherchiert, unterschiedliche Quellen erschlossen und im Gemeinde-Archiv nachgeforscht, alte und neue Fotos gesichtet und die Texte verfasst. Namentlich sind die Bewohner genannt. Heraus kam ein ansehnliches Stück Heimatgeschichte auf 360 Seiten. Ein Kilo Gewicht bringt der Band auf die Waage. Die Erstauflage wurde im Dezember 2018 vorgestellt.

Seit Dienstag ist nun wieder Nachschub da. Die Autoren haben sich auf die über 230 Hofstellen und Häuser in Bruchhausen und mehr als 60 in Moor konzentriert, Hausnummer für Hausnummer. Nach der Reihenfolge des Brandkatasters von 1753 der Landschaftlichen Brandkasse wurden die Häuser ab Ortsanfang linksseitig durchnummeriert und am Ende rechtsseitig zurücklaufend. Heißt: Wer der Kasse beitrat, bekam eine Hausnummer.

1870 wurden die beiden Flecken Moor und Bruchhausen vereinigt und 1929 zusammen mit Vilsen zum Flecken Bruchhausen-Vilsen. Ein Flecken bildet für die umliegenden Dörfer einen Mittelpunkt und nimmt zentralörtliche Funktionen wahr - wie zum Beispiel das Privileg des Marktrechts, was in früheren Jahrhunderten außerordentlich wichtig war.

Zurückgreifen konnten Müller und Borcherding auf Recherchen des 2015 verstorbenen Heinrich Schlake. Er gehörte dem geschichtlichen Arbeitskreis der Volkshochschule an. Kenntnisse hatte er außerdem, weil er Kirchenbuchführer war, dazu als Malermeister Zugang in viele Häuser hatte. Ihm widmeten Wilfried Müller und Dieter Borcherding auch das Buch. Die Tochter Schlakes, Anne-Marie, übertrug zudem den handgeschriebenen (!) Text Müllers in den Computer.

Dank der Erlaubnis seitens der Gemeinde konnten Müller und Borcherding Einblick nehmen in die Grundsteuermutterrolle und das Hypothekenbuch. Der Fokus der beiden Männer lag ausdrücklich nicht darin, „Familienchroniken zu erstellen. Wir wollten uns den Gebäuden zu widmen.“ Die Käufer des Buchs waren bisher Einheimische, geschichtlich Interessierte, Nachkommen oder Verwandte von jenen, die in einem der beschriebenen Häuser gelebt haben. Auch als Geschenk wurde so manches weitergegeben. Nach Bremen und bis nach Bayern wurden Exemplare verschickt.

Wer das hochinteressante Kompendium erwerben will, muss 38 Euro investieren. Bestellungen nehmen Dieter Bocherding (E-Mail dieter.borcherding@ewetel.net, Telefon 04252/3489) und Wilfried Müller (04252/9099830) entgegen.

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