Podiumsdiskussion vom Förderverein Sie(h) da Bundestagswahl-Kandidaten im Kreis Diepholz reden über Gleichstellung

Wie kann die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Landkreis Diepholz gelingen? Fragen wie diese will der Förderverein des Treffpunktes Sie(h) da in Brinkum den hiesigen Kandidaten zur Bundestagswahl stellen.
08.06.2021, 17:59
Lesedauer: 2 Min
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Bundestagswahl-Kandidaten im Kreis Diepholz reden über Gleichstellung
Von Alexandra Penth

Landkreis Diepholz/Stuhr. Wie wichtig den Kandidaten für die Bundestagswahl im Wahlkreis Diepholz-Nienburg I das Thema Gleichstellung ist, will der Förderverein des Treffpunktes Sie(h) da in Brinkum bei einer Online-Podiumsdiskussion herausfinden. Die Kandidaten Axel Knoerig (CDU), Andreas Hinderks (FDP), Peggy Schierenbeck (SPD) und Sylvia Holste-Hagen (Bündnis 90/Die Grünen) stellen sich am Sonnabend, 19. Juni, von 16 bis 17.30 Uhr den Fragen der Moderatorinnen vom Förderverein, Amrei Runte-Laue und Patricia Veigel-Runte. Was kann gegen Gewalt in Familien im Landkreis unternommen werden, wie glückt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und wie gehen die Kandidaten persönlich mit Rollenbildern um? Das sind einige der Fragen, denen sich die Kandidaten stellen werden. Auch Zuhörer können ihre Anregungen mit einbringen. 

Vor der Bürgermeisterwahl in Stuhr 2019 hatte der Förderverein des Gleichstellungs-Treffpunktes an der Jupiterstraße in Brinkum erstmals zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. "Es war eine sehr interessante, lebhafte Veranstaltung mit hoher Online-Resonanz", erinnert sich Patricia Veigel-Runte. Diesmal soll der Blick auf den Landkreis erweitert werden. "Wir wollen einen anderen Schwerpunkt setzen und nicht die klassischen Wirtschaftsthemen und großen politischen Themen abfragen", sagt Veigel-Runte weiter. Dabei soll es konkret darum gehen, was die Kandidaten vor Ort ausrichten wollen. Um die Gesprächsrunde aufzulockern, ist etwa auch ein Quiz geplant. Allein weil zwei Männer und zwei Frauen zur Wahl antreten, könnte es eine spannende Diskussion werden, denken Runte-Laue und Veigel-Runte.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Stuhr, Nicole Feldmann-Paske, freut sich über die Initiative des Fördervereins und den damit gesetzten Schwerpunkt. Sie selbst wird als Zuschauerin an der Diskussion teilnehmen. Da das Gleichstellungsbüro in der Gemeindeverwaltung angesiedelt ist, ist sie der Neutralität verpflichtet, weshalb Initiative und Verantwortung beim Förderverein des Treffpunktes liegen. Feldmann-Paske verweist auf die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen, die vor Bundestagswahlen sogenannte Wahlprüfsteine erstellt. Damit fragt sie Parteien, wie ernst es ihnen mit der Gleichstellung von Männern und Frauen ist. Nun gehe von Stuhr eine eigene Initiative aus. 

Dass den vier Kandidaten für die Bundestagswahl etwas an Gleichstellung liegt, sei bereits daran zu sehen, dass es von allen sofortige Zusagen gegeben hatte, sagt Amrei Runte-Laue, die betont, dass der Förderverein sich neutral gegenüber den Positionen verhalten wolle: "Wir möchten das Thema Gleichstellung grundsätzlich bedacht wissen und gucken, ob die Kandidaten es sich auf die Agenda schreiben." 

Die Anmeldung zur Veranstaltung ist im Internet über https://bit.ly/3g8O1x2 und
www.siehda-stuhr.de möglich.

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