Axel Knoerig für Bundestagswahl nominiert

Die Basis hält zu ihrem Vertreter

Axel Knoerig soll im kommenden Jahr zum vierten Mal in den Bundestag einziehen. So wünschen es sich zumindest die CDU-Mitglieder im Wahlkreis Diepholz-Nienburg I.
28.08.2020, 17:48
Lesedauer: 3 Min
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Von Niklas Golitschek
Die Basis hält zu ihrem Vertreter

Kandidiert für die CDU im Wahlkreis Diepholz-Nienburg I erneut für den Bundestag: Axel Knoerig aus Kirchdorf.

FOTOS: Niklas Golitschek

Landkreis Diepholz. Große Mehrheit für Axel Knoerig: Mit 96,55 Prozent ist der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Diepholz-Nienburg I am Donnerstagabend im frisch renovierten Gasthaus Hartje-Melloh in Varrel bei Sulingen von den Parteimitgliedern der beiden CDU-Kreisverbände erneut als Kandidat für die Bundestagswahl im kommenden Jahr nominiert worden. 140 der 148 Anwesenden, die ihre Stimme abgaben, sprachen Knoerig bei der Wahlkreis-Mitgliedervollversammlung unter Einhaltung der Hygiene-Auflagen ihr Vertrauen aus. Einen Gegenkandidaten hatte es mangels Bewerbungen nicht gegeben. „Das zeugt vom Vertrauen in meine politische Arbeit – es gibt Rückenwind“, freute sich Knoerig über die Bestätigung. Für den Kirchdorfer, der derzeit in seiner dritten Legislaturperiode im Bundestag sitzt, ist es bereits die fünfte Nominierung.

Die breite Unterstützung motiviere ihn weiterzumachen, sagte Knoerig weiter. Das Ergebnis verstehe er als Auftrag und Verpflichtung, den Wahlkreis auf Bundesebene zu vertreten. Die fünf Gegenstimmen interpretierte er als „Ausdruck von Unmut, das respektiere ich“. Als Politiker könne er es nicht allen recht machen – auch nicht in der eigenen Partei. Der hiesige CDU-Landtagsabgeordnete Volker Meyer sprach in seiner Funktion als Versammlungsleiter nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses von einem „Beweis für den Erfolg der Arbeit“.

In seiner Ansprache hatte sich Knoerig vor allem auf Projekte im Wahlkreis bezogen, die mit Bundesmitteln umgesetzt worden sind. Etwa das Baukindergeld, das Pflege-Kompetenzzentrum in Syke oder die Wasserstofftankstelle in Groß Mackenstedt. Mit Blick auf die Zukunft stellte er zwei Themen heraus, für die er sich im Parlament einbringen wolle: Infrastruktur und Landwirtschaft.

Gerade der ländliche Raum benötige eine moderne und verlässliche Infrastruktur, um für junge Menschen attraktiv zu sein. „Wir könnten weiter sein“, schlug Knoerig dabei kritische Töne an und verwies darauf, dass es immer noch Empfangslücken im Mobilfunknetz gibt. Doch daran werde gearbeitet, der Internetausbau im Landkreis Diepholz schreite voran. Auch bei der Mobilität würden Pläne für Verbesserungen ausgearbeitet. „Es braucht innovative Konzepte“, betonte Knoerig.

Gleichzeitig nehme er die Sorgen der Landwirte ernst und setze sich für sie in Berlin ein, sagte der Bundestagsabgeordnete: „Wir müssen dafür sorgen, dass Landwirte ordentlich wirtschaften können.“ Dabei müssten Agrarwirtschaft und Umweltschutz in Einklang gebracht werden.

Als Herausforderung bezeichnete er, die gesamtdeutsche Wirtschaft infolge der Coronavirus-Pandemie zu stabilisieren. An die Bürger gerichtet warb Knoerig dafür, dass sie sich in verschiedenen Ebenen einbringen mögen. „Gesellschaft funktioniert nicht ohne gesellschaftliches Engagement“, sagte er.

Rückendeckung erhielt Knoerig nicht nur von den Parteikollegen aus der Region. Auch Ralph Brinkhaus, Fraktionsvorsitzender der Union aus CDU und CSU im Deutschen Bundestag, warb in Varrel für Knoerigs Wiederwahl. „Die Fraktion kann nicht auf Axel verzichten“, sagte Brinkhaus, der mit Knoerig seit 2009 zusammenarbeitet und nach eigenen Angaben eine freundschaftliche Verbindung zu ihm pflegt.

Neben seiner Expertise rund um Energiethemen lobte er Knoerig als engagierten Arbeitnehmervertreter, der sich auch intensiv mit dem „Schicksalskontinent“ Afrika und der Kommunalpolitik befasse. Hinzu kämen zahlreiche Ehrenämter, die Knoerigs Verbundenheit mit dem Wahlkreis und seiner Heimat zeigten. „Ich glaube, er schläft nicht“, scherzte Brinkhaus am Rande der Veranstaltung.

Dabei hob Brinkhaus die Bedeutung der Direktmandate als Herz der Demokratie hervor. „Als Wahlkreisabgeordneter lebt man nicht in einer Blase“, sagte der Unions-Fraktionsvorsitzende. Nur dort sei ein direkter Kontakt zu den Bürgern möglich, die Menschen könnten sich mit ihren Sorgen an Knoerig wenden. Sie erwarteten, dass die Politik das Land am Laufen halte und es in eine Zukunft führe. Als „Partei der Mitte“ müsse die CDU deshalb nah an den Menschen sein – wie Knoerig.

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