Corona im Kreis Diepholz

Inzidenzwert auch weiterhin über 35

Noch immer ist die 35er-Grenze beim Corona-Inzidenzwert im Landkreis Diepholz nicht erreicht, obwohl es in den Nachbarkreisen teils deutlich besser aussieht. Kreisrätin Ulrike Tammen zeigt sich optimistisch.
09.06.2021, 16:40
Lesedauer: 1 Min
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Inzidenzwert auch weiterhin über 35
Von Esther Nöggerath
Inzidenzwert auch weiterhin über 35

Am Wochenende dürfte im Impfzentrum des Landkreises Diepholz die 100.000ste Impfdosis vergeben werden (Symbolbild).

Fabian Sommer/DPA

Landkreis Diepholz. Beim Blick auf die aktuelle Karte mit den Corona-Inzidenzwerten sticht im Land Niedersachsen der Landkreis Diepholz noch hervor. "Ich sehe ein bisschen mit Sorge, dass wir das Geschehen im Landkreis noch nicht so richtig im Griff haben", sagte Kreisrätin Ulrike Tammen am Dienstag im Ausschuss für Jugend, Gesundheit und Soziales mit Blick auf die Corona-Lage. Eine Erklärung, warum es im Landkreis noch nicht so gut läuft wie in anderen Landkreisen, hatte aber auch sie nicht. "Immer, wenn wir ein Geschehen unter Kontrolle haben, ploppt anderswo wieder eins auf", erzählte sie.

Dennoch zeigt sich Tammen optimistisch. "Ich hoffe, dass wir zum Wochenende auch unter der 35er-Inzidenz sind", sagte die Kreisrätin, die aber gleichzeitig auch noch mal mahnte: "Nach wie vor haben wir das selbst in der Hand, indem wir uns weiter an die geltenden Regeln halten."

Einen Lichtblick am Ende des Tunnels gebe es aber mit den Impfungen. "Wir werden wohl zum Wochenende die 100.000ste Impfdosis im Impfzentrum verimpfen", berichtete Tammen. Sie merkte aber auch an: "Wir können aber auch nur das verimpfen, was wir vom Land an Impfstoff zugewiesen bekommen." Und das seien für die nächsten drei Wochen lediglich 1000 Impfdosen.

Dem gegenüber stehen aber rund 20.000 Menschen, die noch auf der Warteliste für das Impfzentrum im Kreis Diepholz stehen. Mit Aufhebung der Priorisierung sind sogar nochmal rund 2500 dazugekommen. "Wir müssen aber auch gucken, wie viele Karteileichen dazwischen sind", bemerkte Tammen. So wolle die Verwaltung zeitnah damit beginnen, alle Aufgelisteten einzeln anzurufen und nachzufragen, ob sie noch einen Termin brauchen. "Viele sind auch schon anderweitig geimpft worden. Da erwarten wir, dass sich die Menge auch noch verflüchtigen wird", erklärte die Kreisrätin.

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