Corona im Landkreis Diepholz

Inzidenz unter 50 führt zu neuen Regelungen

Auch den fünften Werktag in Folge lag im Landkreis Diepholz die Corona-Inzidenz unter 50. Damit einher gehen neue Lockerungen. Es gab aber auch einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit dem Virus.
01.06.2021, 18:15
Lesedauer: 3 Min
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Inzidenz unter 50 führt zu neuen Regelungen
Von Eike Wienbarg
Inzidenz unter 50 führt zu neuen Regelungen

Die Corona-Inzidenz im Landkreis Diepholz lag am fünften Werktag in Folge unter 50 (Symbolbild).

Tom Weller/DPA

Landkreis Diepholz. Der Landkreis Diepholz lag mit einer Corona-Sieben-Tage-Inzidenz von 49,7 des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Dienstagmorgen und damit den fünften Werktag infolge unter der Marke von 50. Daher treten ab diesem Mittwoch, 2. Juni, neue Corona-Regeln in Kraft, die in einer neuen Allgemeinverfügung des Landkreises zusammengefasst sind. So gelten die Vorkehrungen der Niedersächsischen Corona-Verordnung, die bei einer Inzidenz von über 35 und nicht mehr als 50 Anwendung finden.

Private Treffen: Treffen im Privaten und in der Öffentlichkeit sind mit den Personen eines Haushalts – unabhängig der Größe – und höchstens zwei Personen eines anderen zulässig. Erlaubt sind auch Zusammenkünfte von höchstens zehn Personen aus insgesamt drei Haushalten und Treffen von bis zu zehn Kindern bis einschließlich 14 Jahren mit den Personen eines Haushalts (Kindergeburtstagsregel).

Sitzungen, Zusammenkünfte und Veranstaltungen: Diese Treffen in geschlossenen Räumen mit sitzendem Publikum dürfen mit maximal 100 Personen stattfinden, unter freiem Himmel sind 250 Personen erlaubt, sofern diese sitzen. Steht das Publikum zeitweise, sind 100 Personen zulässig. Es gilt für alle Fälle eine Testpflicht.

Freizeiteinrichtungen: Veranstaltungen in Theatern, Kinos und ähnlichen Einrichtungen sind nach Maßgaben des Paragrafen sechs der niedersächsischen Corona-Verordnung wieder zulässig. Ebenso Führungen in Stadt und Natur sowie die Öffnung von Gedenkstätten und Museen mit Hygienekonzept. In Zoos und Tierparks besteht eine Testpflicht nur, wenn nicht nur Einrichtungen unter freiem Himmel geöffnet sind. Die Öffnung von Freizeitparks, Spielhallen und das Angebot touristischer Schiffs-, Kutsch- und Busfahrten ist mit Testpflicht zulässig. Freibäder dürfen mit Hygienekonzept öffnen, Schwimmbäder nur für Schwimmkurse und Reha mit einer Testpflicht für volljährige Teilnehmer und Betreuer. Hotels und Campingplätze dürfen mit eingeschränkter Kapazität und Tests öffnen. Die Beschränkungen für Chöre und Bläserensembles auf Kleinstgruppen werden aufgehoben.

Gastronomie: Die Öffnung der Innengastronomie ist nach Maßgabe des Paragrafen neun der Corona-Verordnung möglich. Es gilt eine Testpflicht. In der Außengastronomie entfällt diese.

Einzelhandel: Im Einzelhandel entfällt die Testpflicht.

Körpernahe Dienstleistungen: Dienstleistungen wie der Besuch beim Friseur, im Kosmetikstudio und bei der Fußpflege sind zulässig. Eine Testpflicht gilt nur, wenn die medizinische Maske nicht dauerhaft getragen werden kann.

Schule, Bildung, Kinder- und Jugendarbeit: Auch Angebote im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sind erlaubt. Kindertageseinrichtungen und Schulen wechseln in das Szenario A. Für Schulen bedeutet dies, dass kein Wechselunterricht mehr stattfindet und stattdessen das Kohortenprinzip greift. Die Schulen dürfen den Wechsel aus organisatorischen Gründen auf die kommende Woche verschieben. Außerschulische Bildungsangebote sind weiter unter Voraussetzungen des Paragrafen 14a zulässig. 

Freizeit- und Amateursport: Sport (inklusive Kontaktsport) darf in Gruppen bis zu 30 Personen stattfinden. Alternativ darf kontaktfreier Sport in beliebigen Gruppengrößen betrieben werden, wenn je Person zehn Quadratmeter zur Verfügung stehen oder ein Abstand von zwei Metern eingehalten wird. Es gilt eine Testpflicht für Trainer und volljährige Sportler. Umkleiden und Duschen dürfen nicht genutzt werden.

Alle Regelungen sind unter www.niedersachsen.de/Coronavirus/vorschriften-der-landesregierung-185856.html abrufbar.

Derweil vermeldete der Landkreis am Dienstag einen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine 92-jährige Frau aus dem nördlichen Kreisgebiet. Somit sind bisher 103 Kreisbewohner mit einer bestätigten Covid-19-Infektion gestorben. Außerdem verzeichnete die Verwaltung 18 Corona-Neuinfektionen. Damit sind aktuell 161 Kreisbewohner positiv getestet worden. Die Gesamtzahl der bisher bestätigten Fälle stieg auf 6963. In den Kliniken des Landkreises wird zurzeit ein Patient mit einer laborbestätigten Corona-Infektion behandelt. 978 Menschen befinden sich in Quarantäne. Insgesamt 6699 Menschen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde, konnten aus der Quarantäne entlassen werden.

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