Die Kandidaten: Andreas Hinderks (FDP) "Gute Bildung ist die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben"

Seit fünf Jahren ist Andreas Hinderks FDP-Mitglied, nun schickt ihn die Partei ins Rennen um das Direktmandat im Wahlkreis 33. Der Leester will sich für Digitalisierung, Bildung und Klimaschutz einsetzen.
22.08.2021, 14:39
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Claudia Ihmels

Die FDP hat Andreas Hinderks als ihren Direktkandidaten im Wahlkreis 33 Diepholz-Nienburg I aufgestellt. Der 44-jährige Leester ist seit 2018 Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Weyhe, erst 2016 war der Informatiker in die Partei eingetreten. 

Welche inhaltlichen Schwerpunkte vertreten Sie?

Andreas Hinderks: Als Informatiker ist es natürlich naheliegend, dass es die Digitalisierung ist. Die Digitalisierung ist aber nur ein Schwerpunkt von insgesamt dreien, die ich vertrete: Bekämpfung der Klimakrise, bessere Bildung und Tempo bei der Digitalisierung. Gerade die Bekämpfung der Klimakrise muss für uns alle eine sehr hohe Priorität bekommen. Wenn wir es nicht schaffen, das Pariser Klimaabkommen ernsthaft umzusetzen, dann werden wir andere, weitaus schlimmere Probleme bekommen. Aber ich bin ein optimistischer Mensch und glaube fest daran, dass wir mit der nötigen Ernsthaftigkeit das Problem angehen werden. Zudem liegt mir persönlich Bildung sehr am Herzen. Ich habe selbst vom Bildungssystem profitiert. Wir müssen aber das Bildungssystem den aktuellen Herausforderungen anpassen, damit Deutschland auch in Zukunft erfolgreich sein wird. Die Corona-Pandemie hat zahlreiche Probleme im Bildungssystem sichtbar gemacht. Diese waren schon vorher vorhanden, aber keiner hat sie wirklich ernst genommen. Das muss sich ändern. Eine gute Bildung ist die Voraussetzung für ein individuelles Vorankommen und ein selbstbestimmtes Leben. Als Informatiker ist es für mich oft unerträglich, wie langsam die Digitalisierung in Deutschland vorangeht. Die digitale Transformation ist eine der größten Chancen und Herausforderungen zugleich. Mit intelligenten Lösungen können wir auch für einen besseren Klimaschutz sorgen. Eine herausragende Bildung und clevere digitale Lösungen sind elementare Bausteine für die Bekämpfung des Klimawandels. Diese Chance sollten wir in Deutschland ergreifen. Dafür setze ich mich ein.

Wie wollen Sie sich in Berlin für Ihren Wahlkreis einsetzen?

In Berlin werden in der Regel Gesetze und Maßnahmen beschlossen, die in ganz Deutschland umgesetzt werden müssen. Wichtig für mich ist es, dass diese im Einklang mit dem Wahlkreis umsetzbar sind. Aber auch für eine gute Vernetzung innerhalb des Wahlkreises und mit den Institutionen in Berlin werde ich mich einsetzen. Das sehe ich als Voraussetzung, um erfolgreich Projekte – beispielsweise für die Infrastruktur – zu realisieren.

Wie schätzen Sie Ihre Verankerung im Wahlkreis ein?

Ich wohne schon seit über 20 Jahren im Wahlkreis, erst in Stuhr und aktuell in Weyhe. Beruflich bin ich sehr viel in ganz Deutschland und international unterwegs. Und ich freue mich jedes Mal, wenn ich wieder zurück in Weyhe angekommen bin. Ich habe hier meine Heimat gefunden. Seit einigen Jahren bin ich politisch aktiv und baue diese Aktivitäten aus. Während dieser Zeit habe ich Netzwerke aufgebaut und stehe im ständigen Kontakt mit den Menschen aus dem Wahlkreis.

Welche Aufgabe möchten Sie in Ihrer Fraktion übernehmen?

Ich würde mich gerne verstärkt in die Bildungspolitik einbringen. Dabei meine ich nicht nur die Schulpolitik, sondern Bildung im Allgemeinen. Dazu gehört auch die Erwachsenenbildung, die Förderung von Menschen mit Beeinträchtigungen und die Förderung von Wirtschaft und Informatik in der Schule. Zudem hat die Bildungspolitik ja auch Auswirkungen auf die Digitalisierung und nicht zuletzt den Schutz des Klimas. Denn gut ausgebildete Menschen haben gute und clevere Ideen für aktuelle Probleme. Davon bin ich fest überzeugt.

Wenn Ihre Partei mitregiert, was sollte sofort umgesetzt werden?

Es gibt viel zu tun, da fällt es sicherlich schwer, eine Prioritätenliste zu erstellen. In erster Linie müssen wir Maßnahmen ergreifen, um den Klimawandel zu stoppen, da hier die Umsetzung am längsten dauert und wir keine Zeit verlieren dürfen. Wir müssen dafür alle an einen Tisch bringen und gemeinsam Lösungen erarbeiten – nicht gegen die Bevölkerung, sondern mit ihr.

Zur Sache

Geburtsort: Sögel im Emsland

Alter: 44

Beruf: freiberuflicher Informatiker

Parteizugehörigkeit: FDP

Politisch aktiv seit: 2016 (Eintritt in die FDP)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+