Weyherin tritt als Direktkandidatin an

SPD wählt Peggy Schierenbeck

Peggy Schierenbeck aus Weyhe ist vom SPD-Unterbezirk Diepholz zur Direktkandidatin für die Bundestagswahl 2021 gewählt worden. Sie tritt im Wahlkreis Diepholz-Nienburg I an.
25.09.2020, 12:42
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SPD wählt Peggy Schierenbeck
Von Claudia Ihmels
SPD wählt Peggy Schierenbeck

Peggy Schierenbeck wird als Kandidatin für die Bundestagwahl 2021 im Wahlkreis Diepholz-Nienburg I ins Rennen gehen.

Michael Galian

Landkreis Diepholz. Der SPD-Unterbezirk Diepholz hat Peggy Schierenbeck aus Weyhe als Kandidatin für die Bundestagwahl 2021 im Wahlkreis Diepholz-Nienburg I aufgestellt. 55 der 58 Delegierten aus den Ortsvereinen stimmten am Donnerstagabend in Groß Henstedt für die 49-Jährige, es gab zwei Enthaltungen und eine Gegenstimme. „Ich freue mich unglaublich“, sagte Schierenbeck glücklich und erleichtert direkt nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses. In ihrer Bewerbungsrede hatte sie zuvor die Themen Wirtschaft, Bildung und Gleichberechtigung als ihre politischen Schwerpunkte genannt.

Ein wenig war der Weyherin die Nervosität anzumerken, als sie ans Rednerpult trat, um sich den Delegierten der Wahlkreiskonferenz vorzustellen. Dann bekannte sie selbstbewusst: „Ich will in den Bundestag.“ Peggy Schierenbeck berichtete der Versammlung von ihrer Herkunft als Schaustellerkind, das häufig die Schule wechseln musste und mit 15 Jahren den Hauptschulabschluss gemacht hatte. Mit ihrem Mann habe sie sich später selbst eine Achterbahn gekauft und vor 20 Jahren habe sie mit ihrer Familie zum ersten Mal „Wurzeln geschlagen“ – auch im Interesse der eigenen drei Kinder. Die langjährigen Erfahrungen, die sie als Unternehmerin und Führungskraft im eigenen Unternehmen gesammelt hat, möchte sie weitergeben, mittlerweile ist sie als Kommunikationstrainerin und Coach tätig.

Und Peggy Schierenbeck ist vor vier Jahren für die SPD in den Weyher Rat gewählt worden. Verbunden fühlt sich die 49-Jährige den Sozialdemokraten aber schon länger, wie sie den Delegierten verriet. „Mein Weg in die SPD begann mit Gerhard Schröder. Zum ersten Mal hat mich ein Politiker verstanden“, sagte sie. Die aktive Parteiarbeit begann dann mit dem Mentoring-Programm für mehr Frauen in der Kommunalpolitik kurz vor der Kommunalwahl. „Meinen Schwerpunkt sehe ich in der Wirtschaftspolitik“, so Schierenbeck. Ebenso möchte sie sich vor allem um das Thema Bildung kümmern. „Jeder nach seiner Fasson, jedes Kind ist wertvoll“, machte sie ihren Standpunkt deutlich. Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern liege ihr ebenfalls am Herzen.

Peggy Schierenbeck betonte aber auch, dass sie als Bundestagsabgeordnete auf die Mitarbeit der Partei vor Ort setzen möchte, um sozialdemokratische Politik umzusetzen. „Ich brauche auch eure Anregungen und Unterstützung“, warb sie am Ende ihrer Rede, die von den Delegierten mit langem Beifall belohnt wurde.

Nach der Wahl war die Freude nicht nur bei Peggy Schierenbeck groß. „Das ist ein super Ergebnis. Ich weiß, dass wir hinter ihr stehen und einen tollen Wahlkampf machen“, sagte Astrid Schlegel vom Unterbezirksvorstand, die die Wahl geleitet hatte. Hochzufrieden zeigte sich ebenfalls der Unterbezirksvorsitzende Ingo Estermann. „Die Stimmung ist gut, lasst uns so weitermachen und den Wahlkreis direkt gewinnen. Eine tolle Kandidatin haben wir“, appellierte er.

Schon zu Beginn der Veranstaltung hatte sich Estermann optimistisch im Hinblick auf die Bundestagswahl 2021 gezeigt. „Nur mit uns Sozialdemokraten gibt es weiterhin Fortschritt und Gerechtigkeit“, betonte er in seiner Begrüßungsansprache, gab aber auch zu, anfangs der Großen Koalition skeptisch gegenübergestanden zu haben. Das habe sich geändert, auch weil die SPD in der Regierung einige Dinge habe durchsetzen können. Estermann nannte unter anderem die Beispiele Erhöhung des Kurzarbeitergeldes und, dass der Kinderbonus nicht auf Sozialleistungen angerechnet wird. „Wenn die SPD in diesem Land keinen Einfluss hätte, sähe das sicherlich anders aus“, so Estermann. Auch wenn nicht alles perfekt sei: „lasst uns für die Bundestagswahl alles geben. Wir haben gute Gründe“, sagte der Unterbezirksvorsitzende.

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