Digitalpakt Schule Knapp 350.000 Euro an Restmitteln

Die ersten Anträge aus dem Digitalpakt Schule sind für Bruchhausen-Vilsen bereits beschieden und schon umgesetzt. Über den konkreten Sachstand wurde der Schulausschuss auf seiner jüngsten Sitzung informiert.
20.01.2022, 16:24
Lesedauer: 3 Min
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Knapp 350.000 Euro an Restmitteln
Von Ivonne Wolfgramm

Bruchhausen-Vilsen. 6,5 Milliarden Euro stellt die Bundesregierung im Zuge des "Digitalpakts Schule" zu Verfügung, um die Digitalisierung der circa 40.000 Schulen in der gesamten Republik zu fördern. Als Schulträger beantragt auch die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen Gelder aus diesem Topf. Daher informierte Maren Knoop, Mitarbeitern des Rathauses im Fachbereich Bildung, den Schulausschuss während seiner Sitzung am Dienstag über den aktuellen Stand in Sachen "Digitalpakt".

Das Verbessern der digitalen Vernetzung, das Einrichten von WLAN und Lernplattformen, das Anschaffen digitaler Arbeitsgeräte und mobiler Endgeräte: Es ist einiges möglich, das sich mit der Förderung durch den Digitalpakt an den Schulen realisieren lässt, zählte Maren Knoop auf. "Jede Schule bekommt einen Sockelbetrag von 30.000 Euro. Dieser Sockel muss auch zwingend für die jeweilige Schule genutzt werden." Ergänzend dazu gibt es pro Schüler an der Einrichtung einen Kopfbetrag, der frei wählbar ist. Aktuell ergibt sich somit ein Sockelbetrag von 150.000 Euro für alle Schulen in Trägerschaft der Samtgemeinde, dazu ein Gesamt-Kopfbetrag von 640.119 Euro. In der Summe steht der Samtgemeinde damit ein Förderbetrag von 790.119 Euro zur Verfügung.

Etwas misslich sei momentan noch die Tatsache, dass die Grundschulen Martfeld und Schwarme gemeinsam als eine Einrichtung veranlagt sind. Das habe aber einen simplen Grund, wie Knoop erläutert: "Als der Digitalpakt kam, waren die Grundschulen noch eine Schule mit zwei Standorten. Das bedeutet, wir kriegen dafür momentan nur einen Sockel." Man sei allerdings dabei, das Missverständnis zu klären, um so für beide Grundschulen jeweils einen Sockelbetrag zu erhalten.

Die ersten Förderbeträge sind bereits beschieden, wie es aus den Erläuterungen von Maren Knoop hervorgeht. 313.834 Euro wurden insgesamt in die Verkabelung der Oberschule und des Gymnasiums investiert. Weitere Anträge sind laut Knoop bislang noch nicht erfolgt: "Wir wollten erstmal sehen, wie gut das klappt. Dafür machen wir jetzt die Verwendungsnachweise fertig, und dann geht es mit den nächsten Anträgen weiter. Step by step."

Klar ist aber jetzt schon, für welche Ausgaben die nächsten Fördermittel beantragt werden sollen: So sollen der Ausbau des WLANs für die Grundschule Bruchhausen-Vilsen, die Oberschule und das Gymnasium (insgesamt 37.125 Euro) sowie die Einrichtung der Lernplattform Iserv am Gymnasium (wir berichteten) mit knapp 20.000 Euro bezuschusst werden. Weitere Anträge sollen gestellt werden, um für das Gymnasium digitale Tafeln (42.540 Euro) und mobile Endgeräte (24.256 Euro) zu erwerben. Für die Oberschule sind indes noch 5354 Euro für den Erwerb von digitalen Arbeitsgeräten, insbesondere für die technisch-naturwissenschaftliche Bildung, vorgesehen. "Mit diesen Kosten kommen wir auf Restmittel in Höhe von 346.782 Euro für alle Schulen", fasst Maren Knoop die Kalkulation zusammen. Ein weiterer Verwendungszweck steht auch schon fest: Die Grundschule Martfeld hat Bedarf für zwei digitale Tafeln in diesem Jahr angemeldet, die aus den Restmitteln finanziert werden sollen.

Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Samtgemeinde zudem noch Geld aus zusätzlichen Förderprogrammen erhalten: Knapp 75.000 Euro vom Land Niedersachsen sind in den Erwerb von 190 Laptops zur Sofortausstattung für den digital gestützten Unterricht geflossen. Ausgegeben wurden die Geräte vornehmlich an Schüler, die sich eine entsprechende Ausstattung nicht leisten konnten. "Man muss dazu auch sagen, dass wir die Geräte in dieser Zahl nur anschaffen konnten, weil wir zwei großzügige Spenden, einmal 15.000 Euro und einmal 10.000 Euro, erhalten haben. Ansonsten hätte die Fördersumme nicht gereicht", sagte Cattrin Siemers, Leiterin des Fachbereichs Bildung.

Die Anschaffung von 80 Laptops als Leihgeräte für die Lehrer der Grundschulen und Oberschule sowie 60 iPads für die Gymnasiallehrer wurden mit 75.126 Euro bezuschusst. Hinzu kommt eine Fördersumme in Höhe von 88.418 Euro, die die Personalkosten für die Administration abdeckt, und über vier Jahre abgerufen wird.

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