Evangelische Gemeinde Bruchhausen

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Mathias Hartewieg wird neuer Pastor in Bruchhausen und folgt damit auf das Ehepaar von Issendorff. Der 30-Jährige schwärmt schon vom Luftkurort und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit.
07.10.2020, 17:44
Lesedauer: 2 Min
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Von Micha Bustian
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Demnächst in Bruchhausen: Mathias Hartewieg folgt als Pastor auf das Ehepaar von Issendorf.

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Bruchhausen-Vilsen. Das Brokser Pfarrhaus bleibt nicht lange leer. Schneller als gedacht kam für die verbundenen evangelischen Kirchengemeinden Bruchhausen und Vilsen die gute Nachricht, dass die durch den Weggang des Ehepaars von Issendorff frei gewordene Pfarrstelle (wir berichteten) schon bald wieder besetzt wird. Mit Mathias Hartewieg. „Die Freude ist groß“, berichtet dessen künftige Kollegin Mareike Hinrichsen-Mohr.

Bei Mathias Hartewieg auch. Dabei hatte er gar keine Wahl. „Die erste Stelle wird einem zugeteilt“, erklärt der Pastor auf Probe, der seine Ehefrau am 1. November mit nach Broksen bringen wird. Doch der 30-Jährige, der Kindheit und Jugend in Bad Harzburg verbracht hat, hat schon länger lose Verbindungen in den Luftkurort. Nach dem Abitur, als er ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvierte, traf er bei einer Jugendfreizeit in Hanstedt bei Uelzen auch auf eine Gruppe aus Bruchhausen-Vilsen. Zudem habe er Freunde, die aus Broksen kommen. „Die haben mir auch schon vom Heiratsmarkt erzählt.“

Und natürlich war Mathias Hartwieg mit seiner Lebenspartnerin bereits einmal vor Ort. Am 10. September besuchte er den Superintendenten Jörn-Michael Schröder in Syke und machte anschließend mit seiner Lebenspartnerin eine Spritztour durch die Heimat des Heiratsmarktes. „Ich habe mich sofort verliebt“, gibt der studierte Theologe zu.

Vielleicht war auch ein Stückchen Erleichterung dabei, denn Mathias Hartewieg ist ein Landkind. 19 Jahre lebte er auf einem Bauernhof in Harlingerode, einem Stadtteil von Bad Harzburg. Der Vater war Beamter und betrieb nebenbei Landwirtschaft, Mutter agierte als Hausfrau. Auch Hartewiegs Großeltern wohnten auf dem Hof. „Ich mag es ruhig und gemütlich“, erzählt der künftige Bruchhauser Pastor. Da scheint Bruchhausen-Vilsen für ihn ein geeignetes Pflaster zu sein. Was er außerdem bei seinem ersten Besuch registriert hat: „Hier gibt es viele schöne Lokale.“

„Pfarrer in einer Großstadt – das könnte ich mir nicht vorstellen“, sagt Mathias Hartewieg. Dabei war er als Jungspund durchaus urban unterwegs. Er begann sein Theologiestudium in Göttingen, das mehr als 100 000 Einwohner beherbergt, wechselte zwischendurch gar nach Berlin, „weil ich diese Stadt so reizvoll finde“, ging aber anschließend nach Göttingen zurück. Sein Vikariat absolvierte der 30-Jährige in Neustadt am Rübenberge, sein Predigerseminar in Loccum. Und nun geht's nach Bruchhausen-Vilsen.

Was hat er da vor? „Erstmal zurechtfinden“, formuliert Mathias Hartewieg ein Zwischenziel für die Zeit nach seiner Ordination, der feierlichen Einsegnung, die für Sonntag, 1. November, terminiert ist. Und weiter: „Ich komme aus der Jugendarbeit, wollte Pastor werden, weil ich Teamer bei der Arbeit erlebt habe. Das begeistert mich immer noch.“ Einen großen Schwerpunkt will er auf die Konfirmandenarbeit legen. „Und ich predige gerne.“ Ein schöner roter Faden ist für den Theologen genauso wichtig wie die Auswahl zur Predigt passender Lieder. Taufen, Hochzeiten und auch Beerdigungen hält der Geistliche für enorm wichtig. „Das ist schön, weil man Menschen helfen kann“, findet er. „Das macht mich wirklich demütig.“

Mathias Hartewieg freut sich aber auch schon auf die Zusammenarbeit im Team. Seine Kollegin Mareike Hinrichsen-Mohr hat er bereits kennengelernt. Jetzt brennt er darauf, auch den ehrenamtlichen Teil der Gemeinde zu treffen. „Es ist wichtig, dass wir gemeinsam unterwegs sind“, meint der Theologe. „Mit Menschen zu arbeiten ist für mich das Wichtigste.“

Vorher aber steht das erste Kennenlernen seiner neuen Wirkungsstätte auf dem Programm. Und gemeinsam mit seiner Frau der Umzug in den Luftkurort.

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