Winterdorf Bruchhausen-Vilsen Familiensache

Der Weihnachtsbaum steht – wenn überhaupt – gerade an der Straße, da öffnet in Bruchhausen-Vilsen schon das Winterdorf. Die Schaustellerfamilie Stummer bietet Après-Ski-Atmosphäre im Flachland an.
07.01.2020, 18:38
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Familiensache
Von Micha Bustian

Bruchhausen-Vilsen. Frost? Von Zeit zu Zeit nachts in Ansätzen zu erkennen. Schnee? Ab 600 Höhenmetern möglich. Aber wo in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen hat‘s schon 600 Höhenmeter? Der Winter ist fern, auch wenn der Januar bereits auf sein zweites Wochenende zusteuert. Ein unhaltbarer Zustand, wie die ortsansässige Schaustellerfamilie Stummer findet. Sie will daher Abhilfe schaffen und bastelt gerade zum zweiten Mal an einem Winterdorf. Das soll am Sonnabend, 11. Januar, um 17 Uhr eröffnet werden.

Parallel zu den Gleisen zwischen Museumsbahnhof und Werkstatthalle steht eine Mischung aus Partyzelt und Baumhaus. Sie ist das Zentrum des Amüsements, wenn an den drei kommenden Wochenenden an der Straße Am Gaswerk gefeiert werden soll. Zurzeit ist der Mobilbau noch an den Seiten mit Plastikplane überzogen, damit der Wind nicht so hereinpfeift. Vor dem Kopfende mit dem Eingang liegt roter Teppich, gegenüber wurde ein Haufen Hackschnitzel aufgeschichtet. Es sind ja auch noch vier Tage, bis Familie Stummer fertig sein muss.

Zwischen zwei Planen kann man sich schon hinein schummeln. Im Innenraum riecht es angenehm nach Holz und Tannenharz. Der Boden ist übersät mit Spänen, rechts und links haben Henry und Alex Stummer Stehtische aufgestellt. Eine große Glühweintheke lockt direkt gegenüber des Eingangs. Auffällig: Überall haben die Brüder Tannenbäume aufgestellt. Über der Theke, an den Wänden. Es solle ja auch atmosphärisch etwas mit einer Après-Ski-Party zu tun haben, erläutert Alex Stummer. „Hier kann man für ein paar Stunden in eine andere Welt eintauchen“, ergänzt sein Bruder Henry. Der hat im Internet einen Post gesehen, der ihm gut gefallen hat. „Da stand, man müsste nur ein paar Meter gehen und würde sich fühlen wie in Braunlage.“ Und in der Tat sorgt Familie Stummer sogar für Schnee – via Kanone.

Zum Auftakt haben die Organisatoren den Sänger Monti engagiert. „Er wird Après-Ski-Hits singen“, verspricht Alex Stummer. Ob Perlen der Lieddichtkunst wie „Hulapalu“ von Andreas Gabalier, „Skifoan“ von Wolfgang Ambros oder „Saufen, morgens, mittags, abends“ von Ingo ohne Flamingo dabei sind, bleibt abzuwarten. An den anderen Tagen sorgt ein DJ für die passende musikalische Umrahmung.

Apropos passende Umrahmung: Gemütlich soll es werden im Winterdorf. An Eiszapfen-Beleuchtung hatten die Gebrüder Stummer gedacht, doch das erschien ihnen letztlich zu grell. Die Hüttenwände werden von innen orange und zartrosa beleuchtet, das Holz wirft diese Farbe sanft zurück in den Raum. Die Holzwände werden von außen noch von der Plastikplane befreit. Der Wind darf schon ein wenig durch die Ritzen pfeifen, so richtig kuschelig soll es nämlich im Partyzelt nicht werden. „Wenn's zu warm ist, schmeckt der Glühwein nicht“, erklärt Henry Stummer.

Zwischen Zelt und Tourismus-Service sollen noch drei Buden aufgebaut werden. Dort gibt es Schmalzkuchen, gebrannte Mandeln und Bratwürste. Feuerschalen sorgen für ein lauschiges Ambiente. Alles reine Familiensache, denn neben Henry und Alex Stummer werden an den Januar-Wochenenden ausschließlich Eltern, Geschwister und Angetraute hinter den Theken stehen. Das war schon bei der Premiere im Jahr 2019 so. „Damals hatten wir an zwei Wochenenden furchtbares Wetter“, erinnert sich Alex Stummer. Regen und Sturm hatten die Open-Air-Party gestört. Deshalb jetzt auch das Zelt.

An den Werktagen wird das Winterdorf ruhen. Normalerweise. „Wenn jemand im Zelt seine Firmenfeier feiern will oder seine Kohltour hierhin machen möchte, kann er gerne anrufen“, eröffnet Henry Stummer ganz neue Möglichkeiten. Für Reservierungen steht er unter der Telefonnummer 01 73 / 6 18 45 45 oder der E-Mailadresse h-stummer@web.de zur Verfügung.

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