Klima-Protest Protest mit Musik und Texten

Es war ein Klima-Protest im kleinen Rahmen, der sich am Freitagnachmittag in Vilsen zutrug: Mit Texten und Musik zeigte sich eine kleine Gruppe von Aktiven mit der Fridays-For-Future-Bewegeung solidarisch.
23.09.2022, 17:52
Lesedauer: 2 Min
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Protest mit Musik und Texten
Von Ivonne Wolfgramm

Bruchhausen-Vilsen. Während die Fridays-For-Future-Demonstrationen am gestrigen Tage vielerorts lautstark abgehalten wurde, gestaltete sich die Klima-Aktion in Bruchhausen-Vilsen deutlich anders. Das Tafeltheater und der Verein Land und Kunst um Hauptorganisator Peter Henze hatte nach Vilsen geladen, um sich dort mit Texten und Musik den Demonstranten solidarisch zu zeigen und gleichermaßen auch vor Ort auf den Klimawandel aufmerksam zu machen.

Niedergelassen hatte sich der Trupp an dem kleinen Platz an der Ecke Bahnhofstraße/Bollenstraße in Vilsen; auf ihren aufgestellten Pappschilder war unter anderem zu lesen "Zu spät wär' blöd. Besser jetzt" oder "Das Klima geht baden". Es gab aber auch viele Worte, mit denen die Aktiven ihr Anliegen vortrugen: "Wir stehen in einer kleinen Gemeinde solidarisch mit Hunderttausenden von vornehmlich jungen Menschen, die für diese Erde, aber eben auch für uns sich engagieren, organisieren und auf die Straßen gehen, bewusst die Schule versäumen heute und sich dafür von Biedermännern beschimpfen lassen", sagte Peter Henze in die Runde. "Wir stehen aber auch für all die, die jetzt arbeiten und nicht hier sein können, die noch zu ängstlich sind und denen der Mut noch nicht reicht."

Rund 60 Menschen lauschten den Ausführungen. Unter ihnen waren hiesige Klimaschützer, Lokalpolitiker, Interessierte und Passanten. Es war aber nicht nur die Solidarität, über die Henze sprach. Klare Worte sprach er in Richtung Politik: "Wir erwarten von unserer der Samtgemeinde und Verwaltung endlich entschiedene, offensive Initiativen zur klimaneutralen Gemeinde." Dabei betonte er jedoch, dass Klimaschutz bereits am eigenen Küchentisch beginne.

Gefüllt wurden die Redepausen durch Wortbeiträge der Mitglieder des Tafeltheaters. Abwechselnd trugen sie Zitate und Sprichwörter vor, die ihre Intention Ausdruck verleihen sollten. So zitierten sie unter anderem die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, Albert Einstein, Albert Schweitzer oder den Dalai Lama. Aber auch die Musik kam nicht zu kurz. Zwischendurch griffen die Musiker Sancho Sannemann und Matthias Brockes zu ihren Instrumenten und sangen gemeinsam mit dem Tafeltheater und allen Anwesenden etwa das Lied "We Are The World."

Es war ein vergleichsweise leiser Protest inmitten des freitagnachmittäglichen Geschehens in Vilsen, den Peter Henze mit den Worten schloss: "Bei jedem Schritt, den wir gehen, ist der nächste der wichtigste."

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