Fleckenrat Bruchhausen-Vilsen Es geht weiter auf dem Lüttsche Hoff

Der Fleckenrat Bruchhausen-Vilsen hat am Mittwochabend Namen für das Baugebiet "Am Wöpser Grenzgraben" beschlossen. Auch der Lüttsche Hoff und die Turnhalle in Süstedt wurden einen Schritt weitergebracht.
06.10.2022, 14:20
Lesedauer: 2 Min
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Es geht weiter auf dem Lüttsche Hoff
Von Micha Bustian

Bruchhausen-Vilsen. Kurzen Prozess machte der Rat des Fleckens Bruchhausen-Vilsen in seiner Sitzung am Mittwochabend im Forum des kurörtlichen Schulzentrums. Für zehn Tagesordnungspunkte benötigte das Gremium etwa 30 Minuten. Fast alle Beschlüsse fielen einstimmig zugunsten der Beschlussvorlage aus. Lediglich bei der Vergabe der Straßennamen im Baugebiet "Am Wöpser Grenzgraben" gab es eine Nein-Stimme.

Lütsche Hoff: In Stapelshorn gibt es im Lüttsche Hoff seit Kurzem erfrischende Getränke, Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Den Hof der Familie Wohlers zwischen Bruchhausen-Vilsen und Hoya gibt es schon seit dem 15. Jahrhundert, doch jetzt soll daraus eine Camping-Idylle werden. Um maximal 30 Camper auf den rund drei Hektar beherbergen zu können, wurde das Areal als „Sondergebiet Wohnmobilstellplatz mit baulichen Anlagen und untergeordneter Nutzung“ ausgewiesen. Aufgabe des Fleckenrats war es nun, die Stellungnahmen der Öffentlichkeit, die Stellungnahmen aus dem Verfahren sowie den Auslegungsbeschluss und den Beschluss über die parallele Durchführung des Verfahrens zu beschließen. Das geschah einstimmig. Bernd Brümmer (Die Grünen) bemerkte allerdings noch: "Wir müssen dafür noch nach Ausgleichsflächen gucken. Aber das hat die Verwaltung ja sicher im Blick."

Konsolidierte Jahresabschlüsse: Der Eigenbetrieb Markt im Flecken Bruchhausen-Vilsen müsste eigentlich einen konsolidierenden Jahresabschluss machen. Hat er aber nicht. Und der Eigenbetrieb war bundesweit ganz offensichtlich nicht der einzige, der diese gesetzliche Vorgabe galant ignoriert hat. "Der Gesetzgeber gibt jetzt die Möglichkeit zum Verzicht", berichtete Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann. Diese Möglichkeit nutzt der Flecken jetzt für die Jahre 2010 bis 2020. Bormann findet es gut: "Das wäre viel Arbeit gewesen. Und erst die Kosten."

Straßennamen im "Wöpser Grenzgraben": In diesem Baugebiet wird es künftig zwei Straßen geben – Am Wöpser Grenzgraben und Vor den Stau Wischen. "Wir wollten eigentlich versuchen, dort historische Straßennamen zu nehmen, aber die sind teilweise nicht zu buchstabieren", erklärte Ulf Schmidt (Die Grünen). Sein Fraktionskollege Bernd Schneider war sich ob der Schreibweise der "Stau Wischen" nicht sicher. "Mit den plattdeutschen Begriffen kann man aber fremdeln." Einzelkandidat Dietrich Wimmer hatte den Namen vorgeschlagen und freute sich ob der Bestätigung. "Es ist gut, dem Plattdeutschen so näherzukommen. Das ist ein echter Brokser Name, den gibt es auch in Hamburg nicht."

Sporthalle Süstedt: Seit gut eineinhalb Jahren plant der TSV Süstedt, in direkter Nachbarschaft zu seinem Sportplatz eine neue Halle zu bauen. Große Einwände waren bisher Fehlanzeige. Auch der Beschluss über die Stellungnahmen aus dem Verfahren und der öffentlichen Auslegung der beim Satzungsbeschluss wurde einstimmig verabschiedet.

Letztlich kritisierte Bernd Schneider noch die häufig vergebliche Suche nach Bebauungsplänen im Internet. Es gebe drei Rubriken: "Im Verfahren", "In der Auslegung" und "Rechtskräftig". Doch oftmals seien B-Pläne in keiner der drei Rubriken zu finden. Bernd Bormann erklärte das: "In der Auslegung sind die B-Pläne einsehbar, danach wird es schwierig." Der Grund: "Die Pläne ändern sich von Tag zu Tag, vor allem bei der Windkraft müssen wir ständig Neuerungen einpflegen." Bereit für die Öffentlichkeit seien die B-Pläne erst, wenn sie als Satzung beschlossen würden. Aber Bormann machte Schneider ein Angebot: "Ruf uns doch einfach im Rathaus an. Dann schicken wir Dir die aktuelle Version direkt nach Hause."

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