Maimarkt in Vilsen Kulinarisches, Praktisches und Schönes

Temperaturen um die 20 Grad und schönster Sonnenschein: Der Wonnemonat zeigte sich zum Maimarkt in Vilsen von seiner schönsten Seite und zog somit allerhand Besucher in den historischen Ortskern.
16.05.2022, 15:28
Lesedauer: 3 Min
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Von Rita Behrens

Bruchhausen-Vilsen. Besser ging's nicht! Ein Super-Sonnentag mit blauem Himmel, und die Temperaturen kletterten bis zur Mitte der 20-Grad-Marke. Das waren die unbeeinflussbaren Bedingungen für den Maimarkt am Sonntag in Bruchhausen-Vilsen. Für das vielfältige Angebot und bunte Programm inklusive verkaufsoffenem Sonntag hatte allerdings Marktmeisterin Ute Hühne gesorgt. Alle Standbetreiber seien aus der Region, zu allen habe sie persönliche Kontakte, erklärte sie diesbezüglich. Nach zweijähriger Pause konnten so die Ausflügler erneut in das Feeling des beliebten Frühlingsfestes eintauchen.

Ob jünger oder älter, für klein oder groß – die Fülle des kulinarischen Angebots war verlockend. Die Produktpalette der Direktvermarkter oder die Auswahl der Hobby- und Kunsthandwerker weckten weiteres Interesse. In der Bahnhofstraße neben Gutmanns Sport- und Modegeschäft luden sogleich, rund um Rathkamps Zelt, Gaumenfreuden sowie Sitz- und Stehplätze zum Verweilen ein. Die Wahl zwischen deftiger Bratwurst und Schwarzwälder Kirschtorte fiel dabei vielleicht nicht ganz leicht. Die Musik aus Lautsprechern, etwa mit dem Song „Traum von Amsterdam“, erhöhte die Einstimmung auf das Freizeitvergnügen.

Nachhaltigkeit im Blick

Auf der anderen Straßenseite faszinierten allein auf den ersten Blick Schwabes Bürsten aller Art. Besonderheiten? Eine Steckdosenbürste kennt wohl nicht jeder – oder die Leitungsreiniger, aussehend wie sehr dünne Flaschenbürsten mit bis zu meterlangen Stielen. Auch die „Faule Grete“ gab's zu kaufen, für diejenigen, die sich nicht bücken mögen: eine Kombi von langstieliger Metallschaufel mit adäquatem Rosshaar-Besen. Der zweite und dritte Blick offenbarten eine Auswahl an Solinger Messern beziehungsweise Gewürzen aus aller Welt. Nicht minder wichtig sei bei diesem Sortiment, betonte Katrin Schwabe, der „Gedanke der Nachhaltigkeit, von der Herstellung bis hin zu den Transportwegen“.

Was gab es noch zu entdecken und zu kaufen? Eine solche Übersicht kann nur unvollständig sein: Weniger praktisch, aber sehr hübsch anzusehen waren die Auslagen an den Schmuckständen, wie die glitzernden Armbänder aus Glasperlen in Pastellfarben oder die Anhänger der Kautschuk-Ketten, vom Kätzchen bis zum größeren Elefanten. Das traf unter anderem auch auf das aus bunten Stoffen gefertigte Hühnervolk zu. Je nach individueller Situation animierten die handgefertigten Grußkarten zu vielerlei Anlässen zum Kauf. Gleiches galt für die selbst genähte, fantasievoll kreierte Babykleidung von Charlotte Schröder aus Verden oder für die Federleicht-Traumfänger der Bassumerin Heike Gudert. Susanne Helms, ehemals aus Barrien, bot zudem variantenreich ihre Handmade-Produkte aus ihrer Seifenmanufaktur an.

Hobbydrechsler Martin Stahlhut aus Haßbergen führte seine handwerklichen Künste direkt am Standort vor Augen. Zu seinen Unikaten zählten unter anderem Holzkugeln, echte Handschmeichler, Vasen oder ein Schalensatz aus Nussbaum. Auch das Thema Hochzeit präsentierte sich über Marktstände und das Geschäft Braut im Glück unübersehbar. Allein die Auslagen aus Biggis Tortenwelt offerierten Verlockendes. „Zucker für die Seele“, lachte Birgit Wagschal aus Bassen, eine fünfstöckige Hochzeitstorte gehört offenbar dazu.

Gut besuchte Außengastronomie

Anderweitig warb Reitsport Wikner für das Angebot der Aktivitäten auf dem Reiterhof in Wehlermühle. Wichmanns Hoferzeugnisse wie Spargel, Erdbeeren und Tomaten verführten sogleich zum Mitnehmen. Ebenso, doch etwas spezieller, lockten die Produkte vom Bünkemühler Hof und der Asendorfer Ziegenkäserei.

Ganz oben, auf Rang eins der Beliebtheitsskala, stand an diesem Mai-Sonntag wohl alles, was die Außengastronomie unter freiem Himmel im historischen Zentrum zu bieten hatte: Ob etwa beim Eiscafé da Angelo (ungeachtet der zusätzlichen Warteschlange vor dem Handverkauf), dem Vilser Kaffehus oder Wagners Alpenglück mit der Gelegenheit, österreichischen Wein sowie Obstler aus der Wachau zu konsumieren. Der Barbecue-Stand lieferte Deftigeres. Auch Ingeburg Klostermann aus Barrien verzehrte hier „etwas Leckeres“ und war glücklich darüber, dass „das Wetter sehr gut mitspielt“. Sie und ihr Begleiter hatten das Maimarkt-Vergnügen mit einer Fahrradtour verknüpft. Auch „um einen schönen Nachmittag“ zu erleben. „Ohne Fußball“, hieß es ergänzend.

Live-Unterhaltung boten außerdem die Winchester-Line-Dancers mit ihrer Tanzchoreografie und die Gute-Laune-Musik des Bremer Quartetts Club Vulcano. Für die Kinder durften Karussell und Zuckerwatte nicht fehlen. Ihr besonderes Vergnügen spielte sich jedoch im Brunnen der Wringerinnen auf dem Engelbergplatz ab: je nasser, je besser, desto größer die Freude. Dem Nachwuchs gefiel's.

Weiter ging es zur Sulinger Straße. Hier standen zum Beispiel die Türen zur Kunstraum-Atelier-Galerie von Karin Schildmair offen, desgleichen bei den Gastronomen in der Brautstraße. Aktuell freute es Marktmeisterin Ute Hühne allerdings besonders, dass das Deutsche Rote Kreuz mit einer mobilen Impfstation im Luftkurort gut angenommen worden sei. „Etliche lassen sich impfen“, berichtete sie zufrieden.

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