Gartenkultur-Musikfestival Streicherklänge in idyllischer Kulisse

Klassische Stücke, aber auch Filmmelodien und Popsongs klangen am Sonnabendabend über den Eichenhof Zempel in Asendorf. Beim Gartenkultur-Musikfestival spielte dort das Prima-Streichquartett.
14.08.2022, 17:06
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Von Bärbel Rädisch

Asendorf. Beim Gartenkultur-Musikfestivals in der Scheune des idyllischen Eichenhofs von Familie Zempel in Asendorf waren am Sonnabend vier Mitglieder des Prima-Streichquartetts aus Hamburg angereist. Mehr und mehr Stühle wurden herbeigeschafft für die Musikbegeisterten, die zwei Jahre lang die Aufführungen pandemiebedingt entbehren mussten.

2008 begann Emmanuel Goldstein, die ersten diplomierten und an berühmten Musikhochschulen und Konservatorien ausgebildeten Streicherinnen und Streicher aus aller Welt um sich zu scharen, um mit hohem Qualitätsanspruch Klassikstücke zu präsentieren. Die meisten der Kunsttreibenden sind heute bei namhaften Orchestern oder Opernhäusern oder Theatern tätig. Inzwischen wurde das Repertoire ständig erweitert und umfasst nun auch Jazz, Filmmusiken und Popsongs.

So eröffneten die beiden Geigerinnen Olga und Ludmilla, der Bratschist Antonov und der Cellist Nariman den Abend mit Klassik. Dass jedes der Stücke speziell bearbeitet und arrangiert wurde, erschloss sich den Zuhörern im Lauf des Abends sowohl bei Mozarts "Kleiner Nachtmusik", dem "Te Deum" von Marc Antoine Charpentier – inzwischen bekannt als Eurovision-Melodie – einer Folge von Walzern wie "Wiener Blut" und "An der schönen blauen Donau" oder dem Divertimento F-Dur von Vivaldi und Stücken von Peter Tschaikowski und Dimitri Schostakowitsch. Olga erklärte dem Publikum auch den Namen „Prima-Quartett“: „Wir haben ihn gewählt, weil Prima ein Begriff aus der Musik ist, nämlich das kleinste Intervall zwischen zwei Tönen.“  

Nach der Pause erklang auf konzertante Weise mit langen Bogenstrichen akzentuiert dargeboten Leonard Cohens "Hallelujah", gefolgt von Filmmelodien, etwa "Por una Cabezia" (Der Duft der Frauen), "Colors of the wind" (Pocahontas) oder ein Stück aus "In 80 Tagen um die Welt". Ganz speziell dargeboten à la Prima-Quartett hörte sich der Beatles-Song "All you need is love" an oder der aus dem Martin-Scorsese-Film "New York, New York" für Liza Minelli geschriebene gleichnamige Song, den Frank Sinatra 1978 coverte. Die Begeisterung im Publikum äußerte sich mit Bravo-Rufen und zustimmenden Pfiffen und verlangte am Schluss nach einer Zugabe. Mit großer Leidenschaft und dem dazugehörigen Können kam das Quartett dieser Bitte nach mit Astor Piazollas Libertango und entließ damit das Publikum beschwingt in die Nacht.

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