Über 40 Aussteller Weihnachtlicher Zauber auf dem Eichenhof

Auf dem Eichenhof Zempel in Asendorf wurde es am Sonntag weihnachtlich. Über 40 Aussteller boten kulinarische Leckereien und Kunsthandwerk – selbstgemacht, versteht sich.
05.12.2022, 15:58
Lesedauer: 2 Min
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Von Bärbel Rädisch

Asendorf.  Ein ganzer Tannenwald von Habighorst aus Uenzen flankierte am Sonntag den Eingang zur großen Scheune auf dem Eichenhof in Asendorf und wartete auf Käufer. Drinnen Lichterketten und große weiße leuchtende Sterne unter dem First. Tisch reihte sich an Tisch mit Ausgefallenem, Kunstvollem und Nützlichem. Weihnachtszauber hatte Isabel Zempel den adventlichen Markt überschrieben. Und das traf die stimmungsvolle Atmosphäre rund um ihr weit über 100 Jahre altes Elternhaus mit seinen Nebengebäuden. Mit Ute Hühne, Nachbarin in Asendorf und Fachfrau als Organisatorin von Märkten, holte sie sich kompetente Unterstützung. Mehr als 40 Anbieter hatten zugesagt. Viele Jahre lang war Landschaftsarchitektin Isabel Zempel weltweit von ihrem Wohnsitz in den USA als Partnerin in einem großen Unternehmen durch die Welt gejettet und entschloss sich vor einiger Zeit zurückzukommen.

Voll Staunen war zu entdecken, wie viele Kreative es gibt in und um Asendorf. So Oliver Schmidt aus Husum bei Nienburg, der alte Telefone, Hobel oder Fleischwölfe zu Lampen umgestaltet. Filigranen Schmuck mit getrockneten Blüten oder Blättern, verschlossen durch ein kuppelförmiges Cabochon, bot Ivonne Wolfgramm aus Dörverden an. Patricia Korella, zu Hause in Brebber, hat sich der Papierkunst verschrieben und Sandra Heinicke aus Mellinghausen gestaltet aus Bestecken Schmuck aller Art. Etwas ganz Ausgefallenes präsentierte die Verdenerin Beate Peter mit ihren waschbaren Grobstricktaschen. Schon zu Beginn der Ausstellung drängten sich die Besucher. Manche griffen gleich zu einem wärmenden Punsch oder heißem Apfel-Cidre, um sich an diesem winterlich frischen Sonntag aufzuwärmen. Dass Engel Kleider und Flügel aus fein gefalteten alten Notenblättern tragen, war zu bestaunen oder es gab Glaswaren zu kaufen, deren Muster per Sandstrahl entstanden waren. Gestrickte Pulswärmer und Genähtes in Patchwork Art war zu erwerben oder auch Wollknäuel, um selbst Hand anzulegen. Hausschuhe und Hüte gesponnen und verarbeitet aus der Wolle heimischer Schafe in Cluus oder Lavendelsäckchen für den Wäscheschrank fehlten ebenso wenig.

Und für das leibliche Wohl war die Entscheidung zu treffen, sollte es Käse von der Bunkemühle sein, Senf aus Worpswede, Wein aus der Weingarage in Vilsen, oder Trockenfrüchte. Da fiel die Wahl schwer, ob es Ananas, Papaya, Ingwer oder Rhabarber sein sollte, um nur ein paar ausgefallene Sorten aus dem reichhaltigen Angebot zu nennen. Olivenprodukte, Marmeladen, Teesorten und Honig rundeten die Genussvielfalt ab. Bei Kaffee und einer großen Tortenauswahl, gebacken von den Landfrauen, konnte sich auf der Diele niedergelassen werden. Herzhaftes wie Feuersuppe von der Ortsfeuerwehr oder Knipp mit Schwarzbrot war im Zelt auf dem Hof im Angebot. Musikalisch untermalte die Kleine Dorfkapelle das emsige Gewusel der Besucher. Nur fröhliche Gesichter ringsum, anerkennende Kommentare und, wie zu beobachten war, große Kauflust, sollten Isabel Zempel Bestätigung sein, im Jahr 2023 zu sagen: „The same procedure as last year“, denn dieses so stimmungsvolle Event dürfte keine Eintagsfliege bleiben.

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